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gen wird, und der Begriff: Mensch nur ein Nega«tives ist. Daher ist auch die alte Freiheit nur einesolche, die noch nicht an den Schranken angekom-men ist, die christliche eine solche, welche die Schran-ken überwunden hat. — Ebenso hinsichtlich derKunstbildung muß gesagt werden, daß im Alter-thum die Idee der Kunst der menschliche Geist, dasMaterial der Leib, oder überhaupt die objektiveWelt war, im Christenthum dagegen ist die IdeeGott selbst, das Material der menschliche Geist.Daraus aber geht der objektive Charakter des Al-terthumö, der innerliche des Christenthnms hervor.Jenes ist plastisch, dieses oft (natürlich im gutenSinne) mystisch, sentimental. Das Plastische undGegenständliche in der Wissenschaft ist aber vielleichter zu fassen, als das rein Innerliche, und istin solcher Vollkommenheit nur einmal da gewesen.Deßwegen ist das Studium der alten Classiker imGymnasium wesentlich, doch so, daß man hier nichtstehen bleibt, sondern zur christlichen Wahrheit imGeiste sortschreitet. Doch ist dieses Plastische nichtnur Durchgangöpunkt, sondern bleibt dann auchlebendiges Moment im Christenthum, damit diesessich nicht in dunkler Mystik verliert. Die Religionaber, (welche freilich meist sehr unchristlich gelehrtwird, wie das Lehrbuch von Niemeyer zeigt, dassechszehn Auflagen erlebte, und bloß auf den ab«strahirenden Verstand gebaut ist, der nur die Un»terschiede kennt, aber sie nicht vereinigen kann) —