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Zweites Bändchen, eine Erweiterung, Begründung und Apologie des ersten (1839)
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können wir vielleicht ans seinen Warnungen andie Jünger: selbst in den dringendsten Fällen sichnicht vorher zu bedenken, was sie Vorbringen soll-ten, den Schluß machen, der auch noch durchmancherlei andere-Aeusserungen unterstützt wird:baß er wohl auf formale Bildung einen Werthnur dann hauptsächlich legte, wenn dieselbe mitder innern Kernbildung des Geistes Hand in Handging, oder sich geradezu ans ihr entwickelte, wiedieß bei ihm selbst im höchsten Mustermaaße derFall war, und wie es noch bei Vielen seiner Nach-folger, die etwa den unteren Ständen, oder demweiblichen Geschlechts angehören, auf eine überra-schende, erfreuliche Weise in dem Grade der Fallist, als sie jene innere Kernbildung durch die Wirk-samkeit Seines Geistes in ihrem Inneren vollzie-hen lassen. Die formale Bildung ist nicht zu ver-achten, sondern zu wünschen; aber die Kernbildungdes Menschen ist das Erste und Wichtigste. Wirdjene erstere einseitig hervorgehoben und betrieben,so drängt sich die gleiche Frage nur in viel allge-meinerem Sinne auf, welche schon Cicero über einesder hauptsächlichsten Erzeugnisse formaler Bildungsich vorzulegen von seinem nachdenkenden Geiste ge-drungen ward. Er sagt nämlich von der Redekunst(äo inventione I, 1.) : »oft und viel habe ich beimir darüber nachgedacht, ob der Nutzen oder derSchaden größer gewesen sey, welchen die Bcredt-samkeit, gerade auf ihrer höchsten Stufe, den In«