Druckschrift 
Zweites Bändchen, eine Erweiterung, Begründung und Apologie des ersten (1839)
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

ten schon die Frage auf: ob die freien Wissen«schäften den Menschen gnt machen können? Sieversprechen es gar nicht; sie stellen sich gar nicht,als ob sie dieß verstünden. Der Grammatiker gibtsich mit der Sprache ab, und wenn er etwas Wei-teres will, mit Geschichte, und wenn es am weite«sten geht, mit Poesie. Was bahnt unter diesenStücken einen Weg zur Tugend? Die Silben-stecherei und Wortklauberei, das Behalten vonMährchen, die Prosodie oder Rhythmik? Was vonihnen benimmt die Furcht, befreit von Begierdeund zügelt die Lust? Eine Untersuchung, obHomer oder Hesiod älter sey, ist gerade sowichtig, als ob Hecuba großer gewesen sey,als Helena? Was liegt daran, über das Alterdes Patroclus und Achilles nachzuforschen?Du fragst lieber, wo Ulysses umhergeirrt sey,als du darauf hinarbeitest, daß wir nicht immerirren? Wir haben keine Zeit, anzuhören, ob erzwischen Italien und Sicilien umhergeworfen wor-den sey, oder ausserhalb der Gränzen der uns be-kannten Welt. Die Stürme der Seele werfen unstäglich umher, und unsere Bosheit führt uns inalle Leiden des Ulysses. Da fehlt es weder anverführerischer Schönheit, noch an Feinden, hie»wilde Ungeheuer, die an Menschenblut Freude ha-ben, dort gefährliche Lockungen für unsere Ohren, Schiffbruch und jede Art von Uebeln! Dassoll man mich lehren, wie ich Vaterland, Weil,