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[1] (1838)
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5) Kenntniß ist viel, aber sie ist doch nicht Alles,ist nicht einmal das Wesentlichste. Das Wesentlicheliegt links in der Brust; der Mcnschenwerth sitzt imHerzen.

6) Es ist Einseitigkeit und Unverstand, was diePflanzschulcn für göttliche und menschliche Weisheitvon einander trennt, und entgegensetzt, was die Naturvereinigt hat. Keine von beiden Anstalten gedeihtfür sich selbst, oder gewinnt dadurch, daß sie einzelnist. Eine Vondcrung dieser Art hat zuweilen die Bild-ung gottlos und den Religionslehrcr ungebildet ge-macht, ganz wider die Bestimmung beider.

7) Die klassischen Studien werden gewöhnlich ge-rade auf dem Puncte abgebrochen, wo ihre eigentlicheBildungskraft zu wirken anfangcn sollte.

^ 8) Kein Alter im Menschenleben ist so reich an

Rcligionsgcfühl, als das zarteste. Im Donner fürch-tet das Kind den unbekannten und starken Rächer, undin der Sommcrwärme liebt es mehr, als wir, denguten Gott, der die Flur grün kleidet, und die lustigeSpiclstube mit Blumen füllt. Es fühlt besser, alswir, daß Gott im sanften Wetter wohnt. In demVerhältnisse, als der Begriff sich ausklärt, verbleichtgewöhnlich das Gefühl; die Engel wohnen sichtbarerin der Morgcnröthc, als in der Sonne. Mit EinemWort: das Himmelreich gehört den Kindern an; aberdcßhalb gehört auch die religiöse Erziehung zuerst undam wesentlichsten den Eltern an. Das Kind faßt ambesten Gottes Macht und Gerechtigkeit, wenn der Va-ter, Gottes Liebe und Vorsehung, wenn die Mut-ter davon redet; denn diese sind die nächsten und na-türlichsten Vorbilder von Beiden. Die Schule setztdaher mit Recht voraus, daß das Religionsgcfühl