lichcsJntercsse,oder für ein göttliches! Daserste, — enger, oder weiter, schwarzer, oder Heller! —bleibt doch in jeder Gestalt zuletzt ein Egoismus, d.h. eine Sünde, das Andere ist die wahrhaftige Liebe,Gnade und Gerechtigkeit! -- Endlich: es gicbt nurdrei Grade, in welchen wir zu den höchsten Angele-genheiten stehen können: kalt! — und das ist trau-rig und verderblich! — lau! — o, das ist häßlichund zum Ausspucken! — warm! — und nur diesesist wohlgefällig in den Augen Gottes, unseres einigenHerrn!
Und nun? Es ist gewiß: weder jene rechte Wahr-heit, noch die rechte Liebe, Gnade und Gerechtigkeit,kann ein Classikcr uns geben, mag er noch erhabenerdenken, als Plato und Scncca, mag er noch schönerschreiben, als selbst Lenophon und Cicero! Willich diesen einen Vorwurf machen? Das scy ferne!Sie haben Alles, was man billig nur erwarten konn-te, geleistet, nnd der Krebsschaden ihrer ganzen Zeitkann doch dem Einzelnen nicht zugcrcchnet werden! —Will ich gar keine Wahrheit, gar keine Liebe in denSchriften dieser Männer anerkennen? Das sey aber-mals ferne! Es ist schon gesagt: viele Funken glim-men in ihnen und beweisen, daß die Menschheit selbstin den Zeiten ihrer gräßlichsten Gesunkenhcit noch fä-hig war, angcfacht zu werden zu einem heiligen Feu-er nnd zu einem himmlischen Lichte, wenn einmal einhöherer Hauch und Geist hernicdcrwchte und sie frisch