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Uebrigcns liegt cö offenbar dem Zwecke, welchenwir uns setzten, ferne, m. H. hierüber mehr zu sagen;denn meine Schule ist weder eine Academie, noch einLpccum, noch eine Stoa. Wohl aber sind cö noch2 Auctorcn späterer Zeit, die in unseren Bereich zu fal-len pflegen, selten zwar mit grösseren, ganzen Schrif-ten, — sondern, wie ein Strichregen, mit einzelnenUcbcrhängcn. Ich meine Cicero und Scneca, dererste mehr ein Wähler, der andere mehr bestimmt einStoiker, jedoch mit Liberalität auch gegen ZenosFeinde *).
Cicero herrscht vor von diesen Beiden, durch dieForm, worin er Meister ist. Der König in derSprache der Lateiner, ein Vater des Vaterlandes inder Toga, ein unerschrockener Priester der Gerechtig-keit auf seinen Rostris, und ein redlicher Mann, derdas Gute wahrhaft liebte, und fast nur Schwächenzeigte zu einer Zeit, wo seine Mitwelt und Umgebungin satanischen Verbrechen wüthetc! Und er ahneteWohl die Gegenstände, die dem Menschen wicbtig sind!Er schrieb „von Freundschaft und dem höckstcn Gute,von den Pflichten und der Weissagung, von der Un-
») In unseren früheren Chrestomathien befanden sich man-che Stücke aus Scneca, welche den Schüler sehr anzu-sprechcn pflegten; in der neuesten fehlen solche ganz.Dagegen hat z. B. A. Pauly eine Schulausgabe ausge-wäbltcr Briese an Lucilius besorgt <Stutlgarl bei Met>-lec 1825). worin gar Vieles mit gereisicren Knaben dermittleren Elaffen gelesen werden könnte.