Druckschrift 
[1] (1838)
Entstehung
Seite
128
Einzelbild herunterladen
 

zu besieg«!»! Niemand beit ihrem Angriff widerstanden,aber auch sic hatten ctz nicht gethau gegen Ehr-geiz rmd Grausamkeit! Man glaubte: sic jagen An-dere, und sie wurden gejagt. Ein Zerstörungs-Wahnsinn jagte den Unglücklichen Alerander und triebihn in die unbekannte Welt. Glaubst du den beiSinnen, welcher mit Griechenlands, seiner Lehrerin«,Verheerung anfängt? welcher Jedem sein Bestesnimmt, Lacedämon zum Knechte macht, Athen schwei-gen heißt? und nicht zufrieden mit dem Untergangeso vieler Staaken, die Philippus durch Waffen, oderGold überwunden, immer neue nicderwlrfk und, daSSchwerdt in der Hand, die Welt durchzieht? Nir-gends steht die Grausamkeit ermüdet stille, wie bei un-bändigen Thicren, die mehr zerreißen, als sie derHunger zwingt. Schon hat er viele Reiche in Einszusammengcworsen; schon fürchtet Griechenland undPersien den gleichen Menschen; schon tragen selbstNationen das Joch, welche Darius frei ließ; dennochrückt er über den Occan, und soweit die Sonnescheint, zieht er seine Sicgcrbahtt dahin in den Fuß-tapfcn eines Hercules und Bacchus, und will selbstdie Natur bezwingen. Das ist nicht eben die Lust,weiter zu gehen, .aber stehen bleiben kann er nicht,gerade wie ein schwerer Stein, den man den Berghinnnterwirft, und der nur dann nicht weiter geht,wenn er liegt. Auch von Pompcjus verlangte we-der Pflicht, noch Vernunft einen äusseren oder inner-en Krieg, sondern die wahnsinnige Liebe zu einer fal-schen Grösse. Bald zog er ans nach Spanien gegenCertorius, bald um die Seeräuber zu Paaren zutreiben und dem Meere den Frieden zu geben; al-les dieses war nur Vorwand, um seine Macht zu be-haupten ! Was zog ihn nach Afrika, was nach Norden,