Druckschrift 
[1] (1838)
Entstehung
Seite
62
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Wie eines Schlummers flücht'ge Stunden,Und wie cm rascher Haidcwind.

Jedoch des Menschen Ruhm nnd PrachtIst, wie die Blum' auf dem Gefilde,

Sic schwinden hin, >vic TruggcbildeIn einem Traum der Mitternacht.

Die Blume glänzt auf grünen Au'nNoch wonnig in des Morgens Frühe;

Am Abend hat, wie schon sic blühe,

Die Sichel längst sic abgchau'n.

Das ist die cig'ne, schwere Schuld,

Der Werke Lohn, die mir verrichtet,

Der Sohn der Erde selbst vernichtet,

Herr, deine Gnade und Geduld.

Denn deinem Auge birgt sich nichts;

Du setzest dich zu deinem Buche,

Und liesest, ach, von unser»; FlucheIm Glanze deines Angesichts.

Da sinket, was wir aufgcbautVor deinem wildcrrcgtcn Grimme;

Ja, es verhallt vor deiner StimmeDas Leben selbst, wie Scufzerlaut.

Wohl viele kunft'ge Tage zieh«

Stets noch für uns heran; sic nahen;Doch, wie sic dich im Grimme sahen,Schnell wenden sie sich um und flieh».

Drum ist der Mensch ein flucht'gcr Gast