Druckschrift 
[1] (1838)
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

60

Von seinem nahen Fang?

Der kecke Jüngling säumetNun wahrlich nimmer lang,

Entreißt das Schwcrd der Scheide,Schleicht zu dem Feind heran, ,Und legt an seinem KleideDie scharfe Spitze an.

Doch — „schlaft sanft und stille,

„Und leb' im offnen Grab,

„Ob dich auch Gottes Wille„In meine Hände gab!

„Du, dem ich mich verstecke,

„Du, all mein Gram und Leid,„Ich will nur diese Ecke„Von deinem Purpurkleid!-

Er weicht mit leisen Schritten,

Dieweil der König ruht, —

Und wehrt mit flehn'dcn BittenDer Freunde blut'ger Wuth.

Der Fürst erwacht und weiletNicht mehr im Todcshaus,

Zur Feindcsjagd enteiletEr rasch ins Feld hinaus!