IV
Juden ein Aergerniß, und manchem Griechen eineThorheit seyn wird. Zedoch — wir können nichtswider die Wahrheit, sondern für die Wahrheit.Am wenigsten hielten mich von meinen geäusser-ten Ansichten die neuesten Mißhandlungen desBiblischen ab, über welche 3 Lichter aufgestecktsind, Jes. 33, 15 — 19. Sirach 34, 1 — 15und hauptsächlich 2 Sam. 20, 1. Man lese!Aber welcher Unterschied zwischen der PosauneSeba's und denen vom Sinai, oder von einemgewissen kommenden Tage! Lassen wir darum ge-hen, was vorhanden ist; es geht von selbst. Ar-beiten wir aber dahin, daß wenigstens die Gelehr-tenschulen sich künftig nicht mehr den schweren Vor-wurf machen müssen, zu solchen Verirrungen, sol-chem Verderben den Grund gelegt zu haben. Dennes ist wahr, was unlängst von einem ausgezeich-neten Jugendschriftsteller gesagt wurde:
„so lange die Wissenschaften nicht im Dienste,oder wenigstens im Gehorsam und unter der Leit-ung des Wortes Gottes stehen, können sie zwarder Wahrheit selbst nicht schaden, aber den Menschen,die durch sie von der Quelle aller Weisheit undWahrheit abgeführt, und dem einzig richtigen Maas-stab der Probehaltigkeit entfremdet werden."Kirchheim, u. T. d. 12. Sept. 1837.
Der öer-kasser.