ACHTZEHNTER FARGARD.
EINLEITUNG. 1 )
Das nun folgende Capitel scheint nicht ursprünglich zum Ven-didad gehört zu haben, wenigstens unterscheidet es sich in Manchemvon der gewöhnlichen Art und Weise dieses Buches. Es muss gleichauffallen, dass hier Ahura-mazda von allem Anfänge au als redendeingeführt wird — und zwar dies nur nebenbei (cf. §. 1) — dass erselbst zum Fragen auffordert, während er in den anderen Capitelnerst auf Befragen seine Lehren mittheilt. In einem grossen Theileunseres Capitels ist aber Ahura-mazda gar nicht der Sprecher, son-dern Qraösha wird, als mit einer Drukhs redend, eingeführt. Auchder Inhalt, der grösstentheils äussere Geremonien behandelt, schliesstsich nur lose an die vorhergehenden Capitel an.
Ahura-mazda nennt am Beginne unseres Capitels verschiedeneMenschen, die zwar die Vorschriften eines Mazdayacjna theilweisehalten, aber es doch am Wichtigsten fehlen lassen (§. 1— 13), die-sen wird der wahre Athrava entgegengesetzt (§. 14 —17). Nachder Aufforderung Ahura-mazdas (§. 17 — 19) fragt Zarathustra Ver-schiedenes, das sehr ausführliche Erörterungen Ahura-mazdas nachsich zieht (§. 20 — 67). Es folgt nun das oben erwähnte Gesprächdes Qraösha mit der Drukhs (§. 68 —117). Hierauf folgeu wiederFragen Zarathustras, der Form nach ganz ähnlich wie die obigen im
1) Cod. Load. nr. 2 :
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