Neunter Fargard. 165
30. Qafa, oder Dädru, oder Zao - vareta oder irgend eine derharten Erdarien ').
31. Dann komme zu diesen Löchern hin, der welcher verun-reinigt ist.
32. Dann stelle dich, o Zarathustra, an die äusserste derFurchen.
33. Dann recitire diese Worte: Nemacjchä. yä. ärmaitisij'4ch ä 1 2 ).
34. Es wiederhole dann der Verunreinigte: Nematjchä. yä.ärmaitis. äjäcltä.
35. Daun wird diese Drukhs unmächtiger gemacht bei jedemder Worte.
36. Zum Schlag (Niederlage) für den schlechten Agra-mainyus.
37. Zur Niederlage für den Aäshma, den heftig stürzenden.
38. Zur Niederlage für die mazanischen Daevas 3 ).
39. Zur Niederlage für alle Daevas.
40. Kuhurin ist dann zu giessen in ein eisernes oder bleiernes(Gefäss) 4 ).
41. Damit sollst du besprengen; einen Stab sollst du nehmenmit neun Knoten und befestigen o Zarathustra,
42. Dieses bleierne (Gefäss) vorne an diesem Stocke.
43. Die Hände wasche man ihm (dem zu Reinigenden) zuerst.
44. Wenn ihm die Hände nicht zuerst gewaschen sind,
45. So macht er seinen ganzen Körper unrein.
46. Wenn dann seine Hände drei Mal gewaschen sind,
47. Dann mit gewaschenen Händen,
1) Ich habe die altpersischen Namen im Texte stehen lassen, weil dochnicht mehr klar zu machen ist, welche Erdarten gemeint sind. Qafa könntewol dem skr. (japha entsprechen, doch findet sich im Qrosh-yesht cap. XI(jäfa in dieser Bedeutung. Vielleicht ist Horn die ursprüngliche Bedeutung.
2) Aus dem zweiten Theile des Yajna, cf. Vendidad-säde p. 391.
3) mazanya gewöhnlich von Anquetil mit Mazenderan wiedergegeben,kann wenigstens hier nicht so gemeint sein. Ich habe das Wort in der Ueber-setzung beibehallen, da es doch nicht mehr mit Sicherheit zu ermitteln ist,was es bedeuten soll, ich vermuthe eine Ableitung von maz = mah, gross,darunter. Die spateren Parsen verstehen darunter allerdings die Devs vonMasenderän, die auch im Schähnäme eine so grosse Rolle spielen, cf. Pärsigr.p, 137. 168. Ueber aeshma cf. Farg. X. 23.
4) Cf. oben die Einl. zu diesem Fargard.