Druckschrift 
1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
Seite
84
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84 Ve n d i d a d.

78. Oder: wer wasserloses Land mit Wasser versieht oderWasser zu Wasserlosem (Land) macht.

79. Denn nicht ist diese Erde froh, die lange unbebaut dalag.

80. Wenn sie bebaut werden kann.

81. Dann ist sie für diese (Menschen) gut zum Bewohnen.

82. Dort ist das Vieh wohlgewachsen welches lange kinderlos

gehl.

83. Dann ist sie gut für die männlichen Thiere 1 ).

84. Wer diese Erde bearbeitet, mit dem linken Arme und rechts,mit dem rechten Arme und links, o heiliger Zarathustra!

85. Dem bringt sie Reichthum.

86. Gleichwie ein Freund dem geliebten Freunde, bringt sieihm Nachkommen oder Reichlhum, während er ausgeslreckt daliegt.

87. Wer diese Erde bebaut, o heiliger Zarathustra, mit demlinken Arme und rechts, mit dem rechten Arme und links.

88. Daun spricht zu ihm diese Erde: Mann! der du mich bear-beitest mit dem linken Arme und rechts, mit dem rechten Arme undlinks.

89. Immer will ich hieher kommen und tragen.

90. Alle Speisen will ich tragen neben der Feldfrucht.

91. Wer diese Erde nicht bebaut, o heiliger Zarathustra, mitdem linken Arme und rechts, mit dem rechten Arme und links.

92. Dann spricht zu ihm diese Erde : Mann! der du mich nichtbearbeitest mit dem linken Arme und rechts, mit dem rechten Armeund links.

93. Immer stehst du dort, an die Thüren Anderer gehend, umSpeisen zu erflehen.

94. Immer bringt man dir, der du draussen unthätig flehst, dieSpeisen hinzu.

1) §. 8183 sind offenbar wieder eingeschobene Texte, die früher gewissnicht hier standen. Sie sind zudem ihrer Kürze wegen etwas dunkel, ich habemich möglichst genau an die Huzväresch-Uebersetzung gehalten. Charaiti in§. 82 ist von den Huzväresch-Uebersetzern für ein Substantiv gehalten worden,die neuere Uebersetzung sieht dariu, wie es scheint, ein Verbum (3. ps. sg.) dennsie übersetzt mit tIch nehme charaiti für ein Substantiv auf i,wegen des in Farg. V. VII vorkommenden charaitika. Der Wurzel char vin-dicire ich neben der uobezweifelteu Bedeutung ,, gehen auch die Bedeutung* .

,,weiden wie im neup. qlVo und glaube, dass charaiti (psnsni im tluz-varesch) ein Thier bedeute, das auf die Weide gehe.