Zweiles Capitel.
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nigeu wird er mil Elias zu kämpfen haben 1 ). Dann stösst Michaelwieder in die Posaune und es leben die Todten auf, welche zu Jeru-salem begraben liegen, Elias und der Messias ben David leben inJerusalem. Nach einem Reiche, das nach Einigen tausend Jahredauern soll 2 ), wird die zweite Auferstehung und das jüngste Gerichterfolgen.
• Ich darf es wol Anderen überlassen , die Aehnlichkeiten dieserbeiden Ansichten vollständiger zu verfolgen. Hier mag es genügen nurdie Hauptpunkte anzugeben. Diese sind nun meiner Ansicht nach dieErwartung eines sowol weltlichen als geistlichen Herrschers, dersowol sein Volk zum herrschenden macht, zum Regenten über alleseine Bedrücker, der aber auch die Religion wieder reinigt. Dassdas Reich tausend Jahre dauern soll, ist überall bestimmt ausgespro-chen 3 ). Wie aber die persische Ansicht mit der jüdischen nahegenug verwandt ist, so darf man auch nicht übersehen, dass einebuddhistische Ansicht nahe genug anklingt. Rekanntlich nimmt derausgebildete Buddhismus nicht blos einen, sondern eine MengeRuddhas an, von welchen immer einer erscheint wenn die Lehrendes früheren vergessen sind 4 ). Auch hier lässt sich nachweisen,dass das ursprüngliche System erweitert ist; was aber alle Ruddhistendes Nordens sowol als des Südens übereinstimmend erwarten, dasist die Ankunft eines neuen Ruddha mit Namen Maitreya, den (jä-kyamuni selbst verkündet haben soll. Ich habe schon früher daraufaufmerksam gemacht 5 ), dass sich bei den Buddhisten auch eine Er-zählung findet, welche grosse Aehnlichkeit mil der Stellung des Ke-re^ä^pa in der persischen Eschatologie hat. Der Schüler Qäkyamu-nis, der erste buddhistische Patriarch, mit Namen Käfyapa (man
1) Bertholdt l. r. p. 70. 72.
2) Bertholdt p. 193 ff.
3) Von den untergeordneten Parallelen bemerke ich nur die folgenden:Die Juden erwähnen eine doppelle Auferstehung, die erste umfasst die Ge-rechten allein. Auch die späteren Parsenbücher erwähnen sie sehr häufig, cf.meine Pärsigrammatik p. 161. 169. Der Baum Hom ist nach der späteren Par-sensage gleichfalls zur Auferstehung nöthig (ibid. p. 172). Hierzu vergl. manAbq. Rocelfol. t vso. ys> io t-iniy» ütiV hnB’ napn.
4) Auch schon in älterer Zeit mögen hierüber Berührungen zwischen Indernund Persern statt gefunden haben. Man vergl..die Stellen aus derChhandogya-und Iiaushitaki Upanischad bei Weber, Indische Studien, I. p. 290. 395 if.
5) Zeitschr. der D. M. G. III. p. 467.