Vorrede.
VII
von Inschriften als mit einer philologischen Arbeit, da garVieles, bei der Unzulänglichkeit sprachlicher und sachlicherHülfsmittel, durch Combination gefunden werden muss.Alle möglichen Combinationen aufzufinden ist aber keinemEinzelnen gegeben, es muss daher dieses Werk ebensowie die Keilinschriften durch vereinte Anstrengungen geför-dert werden.
Dankend muss ich auch noch erwähnen, dass HerrProfessor Roth in Tübingen die Güte hatte, meine Ueber-setzung vom fünften Fargard an durchzusehen und mir dieBemerkungen mitzutheilen, zu welchen ihn dieselbe ver-anlasste. Manche derselben ist benutzt worden, ohne dasses mir möglich war, in jedem einzelnen Falle ihn zu nen-nen, manche andere,- die vielleicht meiner eigenen Ueber-setzung vorzuziehen wäre, musste zurückgelegt werden,weil ich meinem Grundsätze gemäss nicht von der Tradi-tion abweichen wollte, wenn es nicht unumgänglich noth-wendig war. Vielleicht entschliesst sich der genannteGelehrte zur selbstständigen Mittheilung seiner Bemerkun-gen. Durch die Vermittelung deS' Herrn Murray-Mitchellzu Bombay erhielt ich ferner von Herrn Hörmazdji Pestanjidaselbst eine Uebersetzung des Anfangs des vierten Far-gard, welche ich an der genannten Stelle dankbar benutzthabe.. Ich wünsche, dass dieser Beitrag zur Erklärungdes Vendidad nicht der einzige von parsischer Seite blei-ben möge, es lässt sich erwarten , dass gerade von dahernoch Manches mitgetheilt werden könnte, vvofür sich deroccidentalische Forscher' zum Danke verpflichtet glaubendürfte.
Der Schnitt der Huzväreschlettern so wie einer kleine-ren Schrift für die Varianten hat den Fortgang der Text-ausgabe etwas verzögert, so dass die zweite Abtheilungder Ausgabe erst in einigen Monaten erscheinen kann. Für