G.,
Thäter Heß Worts/ vnd nicht Hörerallem/damitjhreuch selbe Lekrieget. Denn so je-mandt ist ein ttörer deß Worts / vnnd nichtein Thäter/ Deristgleich einem Llann/ dersein leiblich Angesicht im Spiegel beschau-wet: Denn nach dem er sich deschawet hat/gehet er volr stund an davon/ vnd Vergisietwie er gestalt war. Wer aber durchschaweein das volkomen Gesiy der Freiheit / vnnddarinnen beharret/vnd ist nicht ein Vergess-licher ttörer / sondern ein Thäeer/Dersilbi-ge^wirt selig seyn in seiner Lhat.
Go aber sich jemandt vnder euch leßetdüncken/er diene Gott /vnd helt seine Zun-gen nicht im Zanm/sondern verführet seinttery / Deß Oovresdienst ist Lite!. Ein rey -ner vnd unbefleckter Gottesdienst fürGottdem Vacter/ist der/Diewaysen vnd Wikt-wen in jhrem Trübsal besuchen/Vnnd sichvonder Welt vnbeflecktbehalten.
II. Kap.
" Der Glaube stehet nrt an die Person deß Armen oderLerchen/wte auch vre Liebe mcht/wer aber an einemsündtget/der ist deß ganyen Gesetzes schüldig/ Vfl wirrein viibarmherytZ Gericht vbec die vnbärmhertztgengehen/ man rühmet stch deß Glaubens vergeblich / wodie werck nicht folgen/Dcnn die Teuffel glauben auch/vnd ztttern/wtrt aber die Gerechtigkeit deß Glaubensan Abraham bezeuget/ durch seine werck / wie auch anberRahab.
>s.
2cbcn Brüder / Halts nicht
dafur/dass der GlaubeanIesumChrist vnsirmHERrn der Herr-ligkeit / ansehung der Personenleide. Denn so in ewer versamlung käme einLlann nur einem gülden Ringe/vnd mit ei-nem herrlichen Rleyde/ Es käme aber auchein/^rmerin einem Vnsaubern Xleide/ vndjr sehet auffden/derdas herrliche Rleid trä-get/vn sprecht zu jmrSeye du dich her auffsbeste/Vnd sprecht zu dem ^rmen/Stehe dudort / oder sitze dich herzu meinen Füssen/Vnd bedenckkes nit recht/sondern shr wer-det kichter/vnd macht Lösin unterscheid.
Höret zu meine lieben Brüder/ Hak nichtGott erwehlee die Armen aufs dieser Welt/die am Glauben Reich stnd/vnd Erben deßReichs/welches er verheißen hak denen/diejhn lieb haben ? Ihr aber habt dem ArmenVnehre gethan. Sind nicht die Keichen/dieGewalt an euch vben / vnnd ziehen euch fürLerichtei Verlästern sie nie den guten klla-Men/davonjrgenennetseyt?
Go jhr dasRönigliche Gesetz vollendetnach der Gchrifst/ Liebe deinen Wehesten/als dich silbs/so thue jhr wol. So jr aber diePerson ansihet/ehuk jhr Sünde/vnnd Wer-der gestrafst vom Gesetz/als dieVbertret-rer. Denn so jemandt das gantze Gesetz heltvnd Sündiget an einem / der ist gantz schül-
H.Lap. 126
drg. Denderdä gesagthat/Dn solt nie Lhe-brechen/Derhak auch gesagt/Du solt nicht1 odten. So du nun nicht Lhebrichest / 1?öd-test aber/bist du einVbertretter deß Gese-tzes. 2ilso redet vnd also chuk/als die da sol-le durchs Gesetz der Freiheit gerichtet wer-den. Ls wirt aber ein vnbarmhertzlgQerichtvber den gehen/ Der nicht Barmhertzigkeitgethan hak. Vnd die Barmhertzigkeit rüh-met stch wider das Gerichte.
VVfAshüffcs/lieben Brüder/so jeMandt^ ^ sagt: Er habe deGlauben/vü hat dochdie werck nit^Ran auch der Glaub jn seligmachen ? So aber ein Bruder oder Schwe-ster bloss were/vnnd mattgel hette der tägli-chen ^ahrunge / vnnd jemandt vnccreuchspreche zu jnen: Gott beruhte euch/wermeteuch vn sektiget euch/ gebetjne aber nichts/was deß Leibes notturfst ist / was hülstesiedasiAlso auch der Glaube/wenner nichtwerck hat/ ist er ?odt an jhm selber.
Aber es möchte jemandt sagen: Duhastden Glavben/vn ich habe die werck: Zeigtmir deinen Glauben mit deinen Wercken/
Go wil ich auch meinen Glauben dir zeigenmit meinen wercken. Du glau best / dass einEiniger Gott ist i Du thust wol daran/ DieNeuste! gläubens auch/vnd wittern.
wilt du aber wißen/du Liteler Mensch/ Genest»»,dass der Glaub ohn Werck ?odt siyi Ist nitAbraham unser Vatter/ durch diewerckeGerecht worden / da er seinen Sohn IsaacauffdemAlrar opsterriDa sihest du/dass derGlaube mitgewircket hat an seinen wer-cken/vnnd durch die werck ist der Glaubevollkomen worden. Vnd ist die Sch rrstt er-füllet / die da spricht r Abraham hak Gottgegläubet /und ist jm zur Gerechtigkeit ge-rechnet/ vnd ist ein Freundt Gottes geheis-sin. Go sihed jr nun/dass der Mensch durchdie werck Gerecht wirdt / nicht durch denGlauben alleine. Desselbigen gleichen die - -«ure Lahab/ Istsienichtdurch die WerckGerecht worde/da sie die Botten aufsnam/vnnd ließsie meinen andern weg hinaus?
Den gleich wie der Leib ohn Geist ?odt ist/also auch der Glaube ohn werck/ist Tode.
III. Kap.
wir fehlen alle manchfaltiglich/sonderlich aberrffdie 2ung em klein Glied/ vn beflecket den ganyen Leib/laßt sich nicht rahmen / vnd redet gnts vnnd böses/Dr«
Weißheit tft ohne Neid vnd Zanck/ vnnd machet Ren-fche/Lrledsarn/vnd Barmheryige Lenre.
Z Zeben Brüder/vttterwinde
" sich nitjedermanLehrerzusiyn/
Vnd wißet / daß wirdeste mehrvrtheil empfahen werden. Vennwir kehlen alle mamgfälkiglich. wer aber
auch
-
>>