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Umrisse zu Goethes Faust : erster und zweiter Theil
Entstehung
Seite
12
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6. Blatt. Seite 200.

Faust mit Helena im Innern des Burghofes auf dem Throne fitzend, umgebenvom Chor der Begleiterinnen Helenas und seines Gefolges, wird von der schnelleintretenden Phorkyas wegen seiner Ruh' und seines Tändelns mit Helena ausgescholtenund zur Thätigkeit aufgefordert, indem sie auf die vorüberziehende Kriegerschar auf-merksam macht.

7. Blatt. Seite 215 216.

Faust und Helena, dem Treiben Euphorions mit Besorgnis zuschauend und seineWildheit zu besänftigen suchend, gewahren mit Verwunderung, wie das junge Mäd-chen, welches er aus der Schar ihrer Gespielinnen wild davon trägt, plötzlich in Flammenauflodert und aus seinen Armen zu verschwinden droht.

8. Blatt. Seite 272273.

Der zum Greis gewordene Faust, im Tiergarten wandelnd, wird von Mephi-stopheles und den drei Gewaltigen, mit denen er soeben aus dem Schiff gestiegen ist,begrüßt und auf die Reichtümer aufmerksam gemacht, welche sie ihm mitbringen: wasaber ohne Wort und Dank, mit mürrischem Stillschweigen und sichtbarem Verdruß,von Faust ausgenommen wird, worüber die drei Gewaltigen ihren Unwillen auszu-sprechen nicht unterlassen können. Das im Mittelgründe von der Schloßtreppe befind-liche Standbild des Glücks, welches sein Füllhorn nach derselben ausschüttet, deutetauf alle seine erfüllten Wünsche. Auf der in der Ferne ins Meer hinausragenden

Erdzunge gewahrt man das von einem greisen Ehepaar bewohnte Kapellchen (welchesspäterhin in Flammen aufgeht); ferne Schiffe bringen noch mehr Reichtümer herbei.

9. Blatt. Seite 290-291.

Der verschiedene Faust wird von den Lemuren in das von ihnen bereitete Grabgelegt, welche ihre Freude über diesen Aktus zu erkennen geben, während Mephisto-pheles, damit ihm die Seele Fausts nicht entwische, seine Gehilfen herbeiruft.

10. Blatt. Seite 294-295.

Mephistopheles, vergebens sich der um ihn schwebenden Rosen erwehrend undden himmlischen Heerscharen, welche dieselben streuen, Fausts Seele zu retten, umsonstwiderstrebend, kann die eintretende Flucht seiner Scharen nicht mehr verhindern, welchenach dem offenen Höllenrachen zustürzen und fliegen. Die Teufel, von den glühendenRosen teils getroffen, machen, daß sie sortkommen und ducken sich davor scheuend zu-sammen, während andere ihren glühenden Atem auspsauchen.

11. Blatt. Seite 303-304.

Die Engel erheben sich mit der geretteten Seele, unter Gesang- und Harfenton, indie Himmelsräume, den betrogenen, wütend sich gebärdenden Mephistopheles, dessenKops zur Teuselsmaske wird, und dessen Mantel sich zu Schwingen gestaltet, fernerunbeachtet hinter sich lassend, welcher seinen, hinter ihm in die aus der Erde auf-flammenden Gluten sich stürzenden Genossen bald Nachfolgen dürfte.