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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
58
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Veriagt mit seiner heiligkeit!

Da von, ir werde kristeniieit,

Ir enpiet den priestern erenYnd volgt mir der lere!

Dez habt ir ewigen frummen.

Nue liant sich vil leüte an genummen,Daz sie die priester haßentVnd sie zue wort vaßent,

Ob sie icht wandeis an jn sehen.

Ez kan vil kavm geschehen,

Die priester mäßen Sünden auch.

Doch ist er recht sam ein gauch,

Wer sich dar an vergehet,

Daz er die priester smehet.

Ich wil euch sagen vmb waz,

Daz ir die priester dester bazHabt jn hoehem preyse,

In volget mit der weise.

Nu verneint ein merlein!

Ein priester vnd ein JüdeinDie waren ein ander heymlich.

Sie hetten so vereynet sich,

Daz ir yetweders tet

Gern durch dez andern gepet.

Sie waren ein ander holt.

Ez were silber oder golt,

Wez der priester an sie gert,

Dye Jüdein jn des gewert.

Ez wer vmh leyhen oder vmb guet,

Ir beider wille vnd auch ir muetDie hüllen in aller zeit in eyn.

Ez waz nicht krieges vnder jn zweyn.Nue vernement groeße klage!

Eyns mals an eynem Samßtag,

Alz ich euch wil künden,

Der priester wart mit SündenSo krefftigklich begrieffen,

Daz davon entslieffen