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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2,86d VON DER JÜDIN VND DEM PRIESTER.

Got jn hyemelreichDer lert jnnekleichDen menschen sein hantgetat.

5 Wol den menschen, der nu hat

Behalten seine süeßen wort!

Dem nahent hoher seiden hört.

Nue hat got selber geertVnd hoehen preis geleertio An die priester liberal,

Gar an maß vnd ane zalIst reiner priester wirde.

Da von stet mein begirde,

Daz got von hyemel sende15 Ir einem zue meinem ende,

Daz ich mein schulde sageVon der nacht vnd dem tage,

Alz ich armer gesunden möchteVnd auch zue Sünden töchte,

20 Also daz ich werde von jm enpunden

Gancz vnd gar an allen sunden.

Die selde müeß mir geschehen,

Daz ich schier müeß sehenDen waren got jn seiner hant!

25 Die gnaede werde mir bekant

An meiner sele hin fart!

Wol vns, daz die weil ye wart,

Da got den priester jnnen schueff,

Der vns der arge helle rueff15. ? einen. 29. ? argen.