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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2, 18 b10

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Auch sagt vns daz mere,

Sye bracht zue den stundenEynen brieff jn irem nivnde,

Den gab sie dem byschoff dar.

Man sähe die tauben wieder farenFrölich gein dem hiemelreich.

Nue merckent alle gleich!

Da der byschoff den brieff auff brachYnd die geschrifft an sach,

Da sagt die geschrifft die mere,

Daz dez rytters sele jn hyemelrich were.Da erlaupt der byschoffDem rytter den kirchoff.

Der arme rytter fuere von danne.

Da er ym den kirchchoff gewan,

Da bestaten sie den werdenMit iren gnaden zue der erden,

Ynd mit großem leyde

Sach man weynen beyde

Dez rytters tochter vnd sein weip.

Vor leyde sye qwelten iren leipOb dez todes rytters grab.

Dye jungfrauwe sneyd ir hare abeMit lauterlichem muet.

Tuewe ez auch! ez dtincket mich guet.Die muetter auch nit enließSye tet, alz sie die dochter hieß.

Mit iamer vnd mit leydeAlsus wölten sie sich beyde.

Daz schueff die maget wol geslacht,

Daz man ir ein wonung machtVber den rytter, da er lack.

Da dienet sie got biz an den tag,

Daz sie sein hulde erwarb.

Da die schöne magt gestarpVnd ir leip also verdarp,

Da wart ir ein grab berait,

Dar jnn wart sye geleit