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2 (1878) Leopardi's Weltanschauung. Geschichte des Menschengeschlechts. Gespräche. Gedanken
Entstehung
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kraß Jodes gegen Jeden herrschen, der hält, ebenso wiedie großen Laster, auch die echten und soliden gesell-schaftlichen Tugenden für eine Fabel. Insbesondere dieFreundschaft scheint ihm Etwas, das sich nur in Ge-dichten und Romanen finde, nicht aber im Leben.Ein großer Irrthnm. Ich will nickst sagen Pyladcsseund Pirithousse, aber treue, herzliche Freunde findensich wirklich in der Welt und sind gar nicht selten.Die Dienste, die man von solchen Freunden hoffenund erbitten darf, von solchen meine ich, wie sie dieWelt wirklich aufzuweisen hat, bestehen entweder inWorten, die oft sehr nützlich sein können, oder manch-mal auch in Thatcn; in Geld nur höchst selten, undein weiser und vorsichtiger Mann soll dergleichen auchnicht verlangen. Eher findet sich Jemand, der füreinen Fremden sein Leben aufs Spiel setzt, als Liner,der für einen Freund auch nur einen Scudo wagt,geschweige opfert.

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Und die Menschen haben auch eine Entschuldigunghicfür: denn selten hat Einer wirklich mehr als erbraucht, da die Bedürfnisse zu allererst von den Ge-wohnheiten abhängcn, und die Ausgaben meist sichnach dem vermögen richten, oft auch dasselbe über-steigen. Jene Wenigen aber, die Geld zusammen-scharren, ohne es auszugoben, haben eben das Ledürf-niß, zusammenzuscharren, entweder zu gewissen Zweckenoder für künftige oder befürchtete Nothfällc. Auch