oft genug, während der, der Böses thut, Reichthümer,Ehre und Macht gewinnt, der, der es bei Namen nennt,aufs Schasfott geschleppt, da die Menschen geduldigalles Erdenkbare von Andern oder vom Himmel er-leiden, wenn sie nur in Worten damit verschont werden.
II.
wenn man die Biographieen berühmter Männerlieft und zwar solcher, die ihren Ruhm nicht durchSchriften, sondern durch Thaten erlangt haben, findetman nur äußerst wenige wahrhaft große, die nicht schonin früher Jugend ihren Vater verloren haben. Ichwill nicht davon reden, daß, wenn der Vater vonseinen Renten lebt, der Sohn bis zum Tode des Vatersgewöhnlich kein vermögen hat, folglich ohne Einflußin der Welt steht, um so mehr, da er zu gleicher Zeitvermögen zu erwarten hat und daher sich nichtbemüht, mit eigener Arbeit Geld zu erwerben, wasihn zu großen Leistungen antrcibcn könnte; ein seltenerFall freilich, da in der Regel diejenigen, die Großesgeleistet haben, von Anfang an reich, oder dochwenigstens hinlänglich mit Glücksgütern versehenwaren. Aber von alledem abgesehen bringt dieväterliche Gewalt bei allen Nationen, die unter Ge-setzen leben, eine Art Sklaverei der Söhne mit sich,nur mn so drückender und fühlbarer, als die bürger-liche, weil sie eine häusliche ist. Mag dieselbe nochso sehr entweder durch die Gesetze selbst oder durch