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SerkuS Aureliris Victor.
47. Gratianus und Maximus.Gratiauus, geboren zu Sirminm, regierte mit seinemVater Valentinian acht Jahre und fnnfundachtzig Tage, mitseinem Oheim und Bruder drei, mit demselben Bruder undTheodosius vier Jahre und außer diesen allen mit Arcadiusnoch sechs Monate. Dieser Kaiser tödtete dreißig tausendAlemannen bei Argentaria ch in Gallien. Wie er bemerkte,daßThracien und Dacien''") den Gothen und Taiphalenund den noch mehr als milden und grausamen Hunnen undAlanen gleichsam znm Vaterlande geworden und daß vondaher die äußerste Gefahr dem Römerreiche drohe, so rief erunter allgemeinem Beifalle den damals dreinnd dreißigjähri-gen Theodosins aus Hispanien herbei und vertraute ihm dieNeichsgeivalt an. Gratianus besaß mehr als oberflächlichewissenschaftliche Kenntnisse, er verstand ein Gedicht zu ver-fertigen, mit Zierlichkeit sich auszndrnckeii, und Streitfragenin der Manier der Rhetoren zu entwickeln. Aber sein ein-ziger Gedanke bei Tag und bei Nacht war das Spießwerfen
H Argentaria wird von Einigen für Colmar, von andern fürArburg, von Schöpflin und Männert für Horburg, vonLeichtlen aber (Schwaben unter den Römern S. 204) fürLangenargen gehalten. Gegen letztere Annahme ist indessenzu bemerken, daß Argentaria nach allen Schriftstellern inGallien lag, Langenargen aber innerhalb der Grenzen desalten Rhätiens liegt. '
-») Sin Gothisches Volk.
Nämlich das neuere Dacien, die vaaia ^nroliaoi, ansdem rechten Donauufer, denn das eigentliche Dacien aufdem linken Ufer des Stroms war schon längst in dem Be-sitze der Gothen gewesen.