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Sexlns Aurelius Victor.
46. M. Aurelius Antvniuus und L. Berns.
Marcus Aurelius Antoniiilis regierte achtzehn Jahre.Dieser Fürst, ein Inbegriff aller Tugenden und von göttlichemGeiste, wurde den über de» Staat hereinbrecheuden Unfällengleichsam als Vorkämpfer eutgegengestcllt. Denn es unterliegtkeinem Zweifel , daß, wenn er nicht für jene Zeiten in daSDafeyn gerufen worden wäre, das ganze Römische Staats-gebände in Einem Sturze znsammengesunken seyn würde.Nirgends fand Waffenruhe Statt; durch den ganzen Orient,in Illyriern», Italien und Gallien loderte die Kriegsfackel.Erdbeben, verbunden mit dem Untergänge ganzer Städteund Ueberschwemmnngen der Flüsse ereigneten sich, häufigeansteckende Krankheiten und verheerende Hellschreckenschwärmestellten sich ein, kurz, es kann beinahe kein Ereigniß, dasdie Menschen in die heftigste Angst versetzt, gedacht odergenannt werden, das nicht unter Antvninus seine verderbli-chen Wirkungen geäußert hätte. Ich halte es wirklich füreine göttliche Fügung, daß jedes verderbliche Ereigniß, in-dem es durch das Schicksal oder durch die Natur, oder durchirgend eine andere de» Menschen« unbekannte Macht hervor-gerufen wird, in der Weisheit der Regenten gleichsam alseinem ärztlichen Heilmittel seine Milderung findet.
Antoninns nahm seinen Verwandten, Lucius AminsBerns, zum Reichsgenoffen,an, bei welcher Gelegenheit erihm eine bis dahin noch nicht gebräuchliche Art von Gnaden-bezengnlig zu Lheil werden ließ:") dieser starb aber schon im
") Berus erhielt den Titel Augustus mit gleicher Macht,