Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
282
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282 Sextuö Aurelius Victor.

übrigen mit Waffengewalt. Die Staats - und Hofämter, sowie die Militärverfassung setzte Hadrian auf den Fuß,worauf wir sie noch jetzt, wenige Veränderungen unter Cvn-stantin abgerechnet, erblicken. Hadrian brachte sein Leben anszweinndsechzig Jahre und starb oom Schmerz an alle» Glie-dern fast ansgezehrt, eines traurigen Todes. Mehr als ein-mal hatte er die treuesten seiner Diener gebeten ihn zu tob-ten, und nur die Wachsamkeit seiner vertrautesten Freundevermochte ihn von cinein gewaltsamen Schritte gegen seinLeben abzuhaltcn.

15. Antoniiius der Fromme.

Antoninns Fnlvins oder Bojonins, in der Folge auchder Fromme zubenannt, ein Eidam Hadrians, der ihn anSohnesstatt annahm, regierte dreiundzwanzig Jahre. DieserFürst bewies während seiner Regierung eine solche Trefflich-keit, daß er ohne Widerspruch über aste Vergleichung erha-ben da steht, wiewohl feine Zeitgenossen selbst ihn dem Nlimaan die Seite gesetzt haben. Denn während der dreiundzwan-zigjährigen Dauer seiner Regierung herrschte er, ohne dieHand an Las Schwert zu legen, durch sein bloßes Ansehenüber die Welt, und alle Könige, Volker und Nationen fürch-teten und liebten ihn gleichmäßig so sehr, daß sie in ihmmehr ihren Vater und Beschützer als ihren Herrn und Ge-bieter sahen, daß sie einstimmig seine Huld, wie die derGötter erflehten, und ihn sich zum Richter in ihren Streitig-keiten erbaten. Ja selbst di« Indier, Bactrianer und Hyr-caner schickten Gesandte an ihn ab, als der Ruf von der") Si» Volk an der südlichen Küste des caspischc» Meeres.