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Auszug aus der Kaisergeschichte.
Besitzer» zu. Wie er eines Tages Abends sich erinnerte,daß er heute Niemanden eine Wvhlthat erwiesen habe, bracher in die erhabenen und göttlichen Worte aus: Freunde,dieser Tag ist für mich verloren! Worte, welche wahrhaftigvon einer glänzenden Freigebigkeit zeugen. Eben so unbe-grenzt war seine Milde. Einst hatten zwei Senatoren sichgegen ihn verschworen und konnten ihre verbrecherische Ab-sicht nicht läugnen. Titns ertheilte ihnen zuerst Warnungen,»ahm sie hierauf mit sich in das Theater zu den Fechtcrspielcn,ließ sie zu seiner Rechten und Linken nicdcrsitzen, sodann sichabsichtlich das Schwert eines Fechters geben und überreichtees allen beiden wie um seine Schärfe zu untersuchen. Wiediese ganz betroffen über seine Unerschrockenheit erstaunten,cntgegncte der Kaiser: Seht ihr nun, das; Herrschermachtein Geschenk des Schicksals ist und daß weder Aussicht aufihren Besitz, noch Furcht vor ihrem Verluste einem verbre-ckerischen Unternehmen Erfolg verleiht. Auch seinen BruderDvmitianns, der ihm nach dem Leben stellte und die Solda-ten gegen ihn anfznwiegeln suchte, bat er oft mit Thronenin de» Augen, nicht durch Brnderüiord das erreichen zuwollen, in dessen Besitz er mit seinem besten Willen kommenwürde, ja sich bereits befinde, da er ja Theil an der Regie-rung habe. Unter der Regierung dieses Kaisers begann derBerg Vesuvins in Campanie» Feuer ansznwerfen ch und zu
ch Dieser im Jahr 81. nach Chr. erfolgte Ausbruch bcS Ve-suvlus ist der erste geschichtlich bekannte. Die bekanntenStädte Pompeji und Herculanum wurden damals verschüttet.
Victor. 3s BtchN. 4