Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
270
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270 Sextus Aurelius Victor.

in den Theatern „achtbeilig von ihm sprachen, dringen,dnrch welches Mittel er dann ieden, der ihm verdächtig odersein Feind war, wie einen überwiesenen Verbrecher aus demWege räumte. Unter diesen Opfern befand sich der geweseneKonsul Cäcina. Dieser war von Titns zur Tafel gezogenworden, kaum aber hatte derselbe den Speisesaal verlassen,als ihn Titns als eines zu vertrauten Umganges mit seinerGemahlin Berenice '') verdächtig, tödten lies;. Unter derRegierung seines Vaters verkaufte er das Recht und zeigtesich raubsnchtig, weshalb Jedermann einen zweiten Nero inihm sah, ihn auch so nannte und über seine Thronbesteigungtrauern zu mühen glaubte. Allein seine glückliche Umwandlungerwarb ihm in dem Grade einen unsterblichen Ruhm, daß erdie Liebe und die Wonne des Menschengeschlechts genanntwurde. Titus hatte kaum der Bürde der Regierung sichunterzogen, als er die Berenice, welche sich Hoffnung zueiner förmlichen Vermählung mit ihm machte, in ihre Hei-math znrückschickte und die Verschnittenen vom Hofe ent-fernte. Dnrch diesen Schritt gab Titus gleichsam das Zei-chen, daß er seiner schwelgerischen Lebensweise entsagt habe.Die Schenkungen und Begünstigungen der früher,, Fürste»mußten gewöhnlich von ihren Nachfolgern bestätigt werden,Tities sicherte sie unmittelbar nach seiner Thronbesteigung,ohne darum angegangen zu seyn, in einem Edicte **) ihren

O Die Tochler des jüdischen Königs Agrippa. Indes, war sicnicht des Titns wirkliche Gemahlin, sondern sein Konkubine.So hießen diejenige» Verordnungen, welche die Kaiser vonfreien Stücken bekannt machten.