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2 (1837)
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Kaisergeschichte.

auf den Erfolg des Kriegs verschoben: allein wie das Glück^ sich für Carinns erklärte, bestimmte sie die Furcht, der Siegmöchte einen solchen Menschen nur noch zu weitern Eingrif-fen in ihre Rechte antreiben, zu augenblicklicher Ausführungihres Racheplans. Ein solches Ende nahmen Carus undseine beiden Söhne nach zweijährigem Thronbcsiye: gebürtigwaren sie ans Narbo gewesen. Wie Valerius Diocletianusl das versammelte Heer zum. erstenmal anredete, zog er seinSchwert, tbat, seinen Blick gegen die Sonne gewendet, ein! feierliches Vekenntniß seiner Unschuld an Nnmerians Tod,

j so wie, daß er nicht nach dem Throne gestrebt und durch-

bohrte sodann den ihm zunächst stehenden Aper, dessen Hin-terlist, wie oben erzählt, seinem trefflichen und beredten1 jungen Schwiegersohn den Untergang bereitet hatte. Dießwar das einzige Opfer von Diocletians Strafgerechtigkeit: diemeisten-seiner Gegner, namentlich der treffliche Oberst derLeibwache, Aristobnlns, wurden in ihren Stellen und Aem-tern von ihm beibehalten — wahrlich, eine in der Geschichteeben so neue als unerwartete Erscheinung, daß in einem> Bürgerkriege Niemand seines Vermögens, seiner Ehre undseiner Aemter beraubt wurde, da man in der Regel voneinem gelinden, menschenfreundlichen Verfahren, wozu mansich noch Glück wünscht, spricht, wenn man nur den Ver-bannungen, Aechtungen, ja den Hinrichtungen und demBlutvergießen, Maß und Ziel gesetzt sieht. Allein was sollich davon sagen, daß dieser Kaiser, um das Römische Gebietzu schützen oder zu vergrößern, mehrere Männer und zwarAusländer, zu Reichsgehülfen annahm? Sobald nämlichDioclctian erfuhr, daß ans den Tod des Carinns Aelius und