Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
Seite
216
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216 Sextus Aurelius Victor.

wiederum mit Speise sich erquickt, der Macht, die sie bis-her entbehrt hatten, nicht satt werden konnten. Daher istcs mir ausfallend, daß man gewöhnlich nur dem Adel denVorwurf des Stolzes macht, da doch derselbe im Andenkenan seine patriciscbe Herkunft und als Entschädigung für dievielfachen ihn belästigenden Beschwerden nur einen geringenVorzug für sich in Anspruch nimmt. Indeß die an Dioclc-tianus gerügten Fehler wurden durch seine Vorzüge reichlichausgewogen: denn während er sich Herrn nennen ließ, zeigteer sich als Vater seiner Unt-rthanen und der einsichtsvolleMann wollte, wie hinlänglich bekannt ist, beweisen, daßverabscheunngswürdige Handlungen weit nachtheiliger wirken,als gehässige Namxn. Nachdem mittlerweile Earinns Nach-richt von den Vorfällen in Asien bekommen hatte, eilte erin der Hoffnung, die ansbrechenden Bewegungen um soleichter ersticken zu können, nach Jllyricum, nahm aber einenUmweg über Italien, wo er den bisherigen Statthalter vonVencticn, Julianns, der auf die Kunde von des CarnsTod die Hand nach der Krone anszustrecken und seinem an-rückenden Gegner entgegen zu ziehen gewagt hatte, schlugund tvdtete. Nach seinem Einrücken in Mosten griff Eari-nus den Diocletianns alsbald bei Margus an und schlugihn, wurde aber, als er ihn mit großer Hitze verfolgte, vonseinen eigenen Leuten getödtet, weil er, ungezügelt wollüstig,die Frauen seiner Soldaten zu verführen gesucht hatte. Zwarhatten ihre darüber aufgebrachten Ehemänner die Befriedi-gung ihrer Rache und die Aenßerungen ihrer Erbitterung

Jetzt Kastolatz, etwas unterhalt' Belgrad nnd Demendria.