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Sextus Aurelins Victor.
weit gegangen, daß sie während einer Reise, welche Clau-dius zu seinem Vergnügen und. seinen Duhlerinnen zu Liebenach Ostia unternommen hatte, zu Rom mit einem andernförmlich Hochzeit hielt, was sie um so berüchtigter machenmußte, je auffallender es war, daß man, an einen Kaiseroerheirathet das Bett eines andern Mannes dem des Kaisersvorziehen konnte. Nachdem die Freigelassenen die höchsteGewalt auf diese Weise au sich gerissen hatten, verübten siedurch Befriedigung schnöder Lust, durch Verbannungen, Hin-richtungen und Aechtungeu allenthalben Gräuel, ja sie wuß-ten ihren Einfluß auf ihren blödsinnigen Herrn so sehr gel-tend zu machen, daß der alte Mann noch eine ehliche Ver-bindung mit seines Bruders Tochter wünschenswerth fand.Diese vergiftete ihn, da sie, im Rufe noch tiefer als ihreVorgängerin stehend, P das gleiche Schicksal mit dieser be-fürchtete. Claudius hatte seine Negierung auf vierzehn Jahregebracht. Im sechsten Jahre derselben war das achlhnndcrtsteJahr Roms aus das Glänzendste gefeiert worden. Auch hattesich während derselben in Aegypten der Vogel Phönix sehenlassen, wohin derselbe alle fünfhundert Jahre ans Arabienfliegen soll, und im Aegeischen Meere war Nachts währendeiner Mondsfinsterniß eine Insel von bedeutendem Umfangeaus den Fluthen emporgesticgen. Der tragische Tod desKaisers wurde, wie einst bei Tarquinius dem Aeltern, langeZeit geheim gehalten. Die von dem listigen Weibe bestochenen
*) Die Lesart rzuamvis suzicriore sbsurZior ist wohl verdorbenund es scheint Humu vir susieriore sksu'nentior oder cs-stior oder etwas Achnliches zu lesen zu seyn.