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2 (1837)
Entstehung
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137
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Sexttis Aurelius Victor. Kaisergeschichte. 137

sich durch diese Mittel ungefähr 44 Jahre im Besitze seinerMacht, bis er an einer Krankheit zu Nola starb. Das Ge-biet seiner Landsleute wurde durch ihn mit Rhiitie» *) undJllyricum '*) vergrößert und die wilde Wnth fremder Völ-ker, mit Ausnahme der Germanen, in Schranken gehalten.Augustus war der dritte nach Nnma, welcher den Janus-tcmpel schloß, nämlich nach Besiegung des Antonius, einFall, der nach der Römischen Verfassung bei allgemei-nem Frieden eintrat. Augustus war in seinem Betragenherablassend und gefällig, allein in Befriedigung seiner sinn-lichen Lüste, in der Leidenschaft für das Spiel und in demGenüsse des Schlafs kannte er kein Maas. Mit eifrigerLiebe zu seinen Vertrauten und zu den zahlreichen Gelehr-ten seiner Zeit verband er ein ausgezeichnetes Streben nachWohlredenhcit und besondere Sorgfalt für Gegenstände derReligion. Seine Milde erwarb ihm den Namen Vaterdes Vaterlands und den beständigen Besitz der Tribnnen-gewalt, ***) man weihte ihm daher, gleich einer Gottheit,

*) Rhätien mit Vindelicien erstreckte sich stser die Alpen bisan die Ufer der Donau, von ihrer Quelle bis zum Einflußdes Inn.

"*) Das jetzige Dalmatien und Morlachicn. Später wurdeder Name Illpricum allmäylig von den Alpe» bis zumschwarzen Meere erweitert.

»»») Dadurch wurde er heilig und unverletzlich und erhielt einengesetzlichen Einfluß auf die Beschlüsse des Senats. Indessenist unter der Kaiscrregierung zu unterscheiden zwischen demTribunal und der tribunicischc» Gewalt. Jenes war einjährliches Amt und bereits unter Trajan zu einem Schar-ten hcrabgesunken. Diese war lebenslänglich und verlieh den