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A. v. Humboldt's Fragmente einer Geologie und Klimatologie Asiens
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seinen Eifer im Forschen und die bewundernswerthe Klar-heit seiner Auffassung übrigens mit Recht berühmt ist;aber wenn man die Erscheinung der Wärme-Abnahme,die mit den Jahreszeiten sich verschieden zeigt, weiteruntersucht, so findet man, dafs die niedere Gränze desSchnees keineswegs blofs das Ergebnifs irgend einer Tem-peratur hoher Luftschichten ist. Wir wollen die kleinenOscillationen der "Wärme nicht erwähnen, welche vondem Wechsel beim Sinken der Sonne und vom Durch-gang dieses Gestirns durch das Zenith, selbst in der Zonezwischen den Tropen hervorgebracht werden; wir erin-nern vielmehr daran, dafs in der gemäfsigten Zone dieSchichten von — 0 Q ,4 oder — 7° Temperatur sich imSommer und im Winter in sehr verschiedenen Höhenfinden. Nehmen wir nun beim Verfolgen der Luftschich-ten von unten nach oben an, dafs eine Schicht von einermittleren Jahrestemperatur x, welche das Jahr hin-durch der Höhe y entspricht, die wärmste Schicht sei, inder sich Schneeflocken bilden können, so wird die Tem-peratur x sich während des Winters weit unter y befin-den. Vorzugsweise wird sich demnach über diese Win-tergränze y — n hinaus, Schnee entwickeln, und alle Ur-sachen der Wärme, die im Sommer thätig sind, werdendie Gränze zurückzudrängen streben und sie bis auf yoder noch höher treiben. Was man gewöhnlich unterder Bezeichnung: untere Gränze des ewigen Schnees, diein diese oder jene Breite fällt, begreift, ist die Sommer -gränze, das Maximum der Höhe, in der man das ganzeJahr hindurch Schnee findet. Die Höhe der Sommcr-gränze ist das Resultat von dem Ankämpfen des Som-mers gegen den unteren Rand oder, die Thaulinie desWinterschnees: ein Ankämpfen, das sich jedes Jahr mitfast gleichem Erfolg erneuert. Die Zahl der Toiseu,bis zu welcher die Thätigkeit der im Sommer wirk-samen Ursachen den Schnee hinauftreibt, hängt wedervon der mittleren Temperatur des Sommers allein, nochauch von der des heifsesten Monats ab. Sie wird durchsehr viel andere Umstände bedingt, unter denen die wich-

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