269
wisse Grenze hinaus Lust, nach Massgabe der Entfernung davonüber eine gewisse Gränze hinaus Unlust bestände, indess ein In-differenzzustand von gewisser Breite dazwischen bliebe.
Genauer zugesehen nähert sich ein Zustand der Stabilität inunserra Sinne um so mehr oder wird kurz gesagt um so stabiler,eine je regelmässigerePeriode die Bewegungen der einzelnen Theil-chen einhalten, und je mehr sich die Perioden der verschiedenenTheilchen der Commensurabilität unter einander nähern; Er-klärungen, die freilich noch nicht Alles sagen, was zur völligenBestimmtheit nöthig ist, aber für ein allgemeines Apercu genügenkönnen.
Hiemitwäre der harmonische und disharmonische Bewegungs-zustand dahin erläutert, dass die bis zur Lust gehende Annäherungan den stabilen Zustand mit ersterm, die bis zur Unlust gehendeAbweichung davon mit letzterm Namen bezeichnet würde. Mitder Lust an dem harmonischen Zustande ist aber zugleich dasStreben ihn zu erhalten oder durch grössere Annäherung an dieStabilität zu steigern, mit der Unlust am disharmonischen Zustandedas Streben, ihn zu beseitigen, solidarisch.
Je nach einer beschränktem oder erweiterten Ansicht von denBe wusstseinsverhältnissen der Weit ist diese functionel le Beziehungder Lust oder Unlust zur physischen Unterlage des Psychischenauf Menschen und Thiere zu beschränken oder auf das Gesammt-system der Weltprozesse auszudehnen, wovon aber nur Letztereseine consequente Durchbildung der Ansicht gestattet.
Jeder Prozess im Gebiete der Endlichkeit, welcher den Be-dingungen der Stabilität für sich genügt, kann doch nicht im Ver-hältnisse der Instabilität zu andern Processen der Welt sein, sofernseine Bewegungen incommensurabel dazu sind; ja so lange nichtdie Gesammtheit der Weltprocesse den Bedingungen der Stabilitätvollständig genügt, wird kein Theilprocess derselben solchen voll-ständig, dauernd und nach allen Beziehungen für sich genügenkönnen, ohne in instabilen Verhältnissen zu andern Processen derWelt zu bleiben, und damit einer Tendenz zur gegenseitigen Anpas-sung und hiemit Abänderung zu unterliegen, so dass zu Gunstenwachsender Stabilität des Ganzen die des Einzelnen zeitweis leidenkann, bis dasselbe durch die demgemässen Aenderungen an demStabilitäts-Gewinn des Ganzen selbst Theil nimmt. Was aber sovon dem Gesammtprocesse der Welt in Bezug zu dessen Theil-