56 Sextus Aurelius Victor.
Sohn des Dcmaratns vonCorinth, desjenigen nämlich, wel-cher, um der Tyrannei des Cypselus zu entgehen, nachEtrurien eingewandert war, begab sich von der Stadt Tar-quinii nach Rom. Bei seiner Ankunft daselbst nahm ihmein Adler seinen Hut vom Kopfe, flog damit in die Höheund setzte ihm denselben wieder auf. Seine der Augurienkundige Frau schloß daraus, daß seiner der Thron warte.Tarquinius wußte sich durch sein Geld und seine Thätigkcitnicht nur ein großes Ansehen, sondern auch die vertrauteFreundschaft des Aueus zu erwerben; riß aber, von diesemzum Vormunde seiner Kinder eingesetzt, die Regierung selbstan sich, führte sie jedoch so, als wenn er auf rechtmäßigemWege zu ihrem Besitz gelangt wäre. Dieser König wähltehundert Senatoren in die Curie, welche die jüngern Ge-schlechter genannt wurden, verdoppelte die Anzahl der Rei-tercenturien, deren Namen er aber, durch das Verbot desAktivs Navius, eines Augurs, welcher die Untrüglichkeitseiner Kunst durch ein Schecrmeffer und einen Schleif-stein '") bekräftigte, abgehalten, nicht ändern durste,
D Sine Stadt in Etrurien, wovon sich noch Ruinen, beson-ders Grabgewölbe finden.
Die Erklärung dieser Stelle gibt kivius I, L6. Nach ihmglaubte Tarquinius, zu gehöriger Stärke fehle es ihm vor-züglich an Reiterei und er beschloß neben den Centuriender Raninenser, Titienser und Lucercr, die schon Rvmuluserrichtet batte, noch einige andere aufznbringen und durchihre unterscheidende Benennung nach seinem Namen sich ei«Andenken zu stiften. Rvmulus hatte jene mit Zustimmungdes Bogelflugs ansgehoben, also behauptete auch Attius