Von dem Ursprung des Römischen Volks. 31
Stadt zu bauen angefangen, welche er in der Folge Laviniumnannte. So erzählen Cäsar im ersten und Lutatius im zwei-ten Buche.
12. Dagegen berichtet Domitius, nicht Kuchen ausMehl, wie oben angegeben, sondern Eppich, der in diesenGegenden sehr reichlich wuchs,, haben ihnen bei ihrer Mahl-zeit statt der Tische zur Unterlage gedient) diesen haben sicnach Aufzehrung der andern Lebensmittel auch gegessen,worauf ihnen bald darauf beigesallen jcy, daß dieß die Tischescyen, von deren Aufzehrung das Orakel gesprochen habe.Während indessen Aeueas an dem Ufer das Schwein opferteund mit Vollziehung des Opfers beschäftigt war, soll er dieArgivische Flotte, worauf Ulysses sich befand, bemerkt haben.Weil er eincstheils befürchtete, er möchte vom Feinde er-kannt werden und so in Gefahr gerathen, anderntheils aberdie Unterbrechung des Opfers für einen großen Frevel hielt,so habe er sein Haupt mit einem Gewände verhüllet und somit Beobachtung aller Ceremonien das Opfer vollzogen.Von diesem Umstande leitet sich, wie Marens Octavius inseinem ersten Buche berichtet, die Sitte her also zu opfern.Allein nach dem ersten Buche des Domitius erhielt Aeneasvon dem Orakel des delphischen Apollo den Rath, nach Ita-lien zn steuern und an der Stelle, wo er zwei Meere an-treffen und das Frühstück sammt den Tischen verzehrenwürde, eine Stadt zu bauen. Er landete in der laurenti-schen Mark und kam, nachdem er nicht sehr weit vom Ufersich entfernt hatte, an zwei einander nah« liegende Seen *°)mit Salz wasscr, worin er sich badete. Nachdem er mit") Der Avernus - und Lucrinussee.