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Bd. 2 (1875) Arabische Sprache u. Literatur - Baumöl
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Baden (Geschichte).

Land so theilten, daß elfterer Hochberg, letz-te .»«Sausenberg erhielt, an) Badeu-Hoch-Hochberg. Heinrichs III. Enkel Otto I.««Merte das Land durch Ankäufe, u. dessen'M'' S-°dn Sesso erbte 1400 dre Usenbergischen Allo-^«..-'diMter, erhielt vom Kaiser den Rheinzoll zu'LLeiöweil, hinterließ aber seinem Sohne Otto II.nm solche Schuldenlast, daß derselbe 1415 seman den Markgrafen von B.-B. verkaufenL-i wßie. Mit Otto II. erlosch 1418 diese Linie.AL bi>)B..H°chberg-Sausenberg. Der Stifter»L MrLime,Rud°lf(1300-l3l4),erbte130leinenM der Herrschaft Röteln u. sein Sohn Ru-i!k,i ^dolsll. 1315 den Rest derselben. Dessen Urenkeld-sL Mols IV. (1441—1487) erbte 1457 die Graf-M Neuenbnrg in der Schweiz vom Grasenik'^r Johann von Freiburg u. vergrößerte sein Gebietdurch Ankäuse u. Medereinlösung der von seinemLater verpfändeten Gebiete. Sein Sohn Phi-. lipp schloß 1490 den Rötelnschen ErbvergleichlnitB.-B., nach welchem 1503 bei seinem Todean B.-B. zurückfiel; die GrafschaftNeuenbürg aber kam mit den: Titel eines Mark--rasen von Röteln an seinen Schwiegersohn, den» b Herzog von Longueville.

ÄklL::. v. Nach der zweiten Theilung in B.-«.B.-Durlach bis zur Wiedervereinig-«ttilung, 1527—1771. Die Wiedervereinigung!L LLti SmiÄher badischer Lande dauerte nur bisW Tode Christophs I. (1527). Seine Söhneheilten das väterliche Erbe der Art, daßBernhard III. einen Theil von Sponheim u. diechmbnrgischen Herrschaften, Philipp den größtenkheil von B. u. Ernst die Lande Hochberg undEanscnberg mit Pforzheim u. Durlach erhielt.W Philipp 1533 ohne Erben starb, wurde dasÄnd von Neuem getheilt. Bernhard erhielt dieObere Markgrafschaft im südl. Theil, B.-B.mit der Hauptstadt B.; Ernst die Untere Mark-"'"^ast im nördl. Theil des Landes, erst

AB-

»^n.d'-'Mrheim genannt, später B.-Durlach, mit derDurlach.

1) Baden-Baden. Bernhard III., der. s-, x ^ohu Christophs, ein eifriger Anhänger derormation, führte die evangelische Lehre in sei«" ^'l"^lande ein. Er st. 1536, einen einzigen Sohn,Wabert, hinterlafsend; nach seinem Tode wurdeM Prinz Christoph geboren , welchem Philibertsöo die luxemburgischen Herrschaften Rode-"hm, u. a. abtrat (woher die Seitenlinie B. - Ro -euiachern). Er führte 1566 das ReichsheerS gm die Türken u. fiel im Kampfe gegen die: ^Motten, gegen die er sich, obwol Protestant,

.^orl IX. hatte gewinnen lassen. Sein«zvgener Sohn Philipp II. führte- ^Eligion wieder ein und stürzte dasO , obwol er sich durch Abschaffung vielerauche im Jagd- und Forstwesen, An-WiH", oss verbesserten Kalenders u. Pflege der»a,u"^us?u verdient machte, durch seinen Auf-Hel Da er 1588 unvermählt st.,

Lim» "" Eduard Fortunat, von der

Tbrlr, (E^uachern, Sohn des abenteuerlichentz. M H- Als ihm bei seines Oheims Todech'^i, trat er Rodemacheru an seine Brüderreu Lune 1666 ansstarb u. ihre Besitzungen

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der Linie B.-B. hinterließ. Er führte ein aben-teuerliches Leben u. trieb die Verschwendung soweit, daß seine Gläubiger es dahin bringen konn-ten, den Kaiser Rudolf II. zur Sequestrirungseines Landes zu bewegen, bei welcher Gelegen-heit der Markgraf Ernst Friedrich von B.-Durlächsich der Oberen Markgrafschaft bemächtigte. EduardFortunat st. 1600. Seinem unebenbürtigen Sohnewurde die Nachfolge durch Georg Friedrich, Mark-grafen von B.-Dnrlach, u. seinen Oheim Philippv. Rodemacheru bestritten, welcher Letztere abergefangen wurde u. mit I5jähriger Hast auf Hoch-berg büßte. Georg Friedrich mußte aber, nach-dem er die Vcrmittelungsvorschläge des Kaisers ab-gelehnt, sich gegen denselben erklärt u. 1622 beiWimpfen eine Niederlage erlitten, das von ihmbesetzte B.-B. zurückgebeu u. einige Ämter pfand-weise abtreten. Wilhelm brachte darauf, der ihmvom Kaiser gestellten Bedingung zufolge, die kath.Confession in seinem Lande wieder zur Herrschaft.Im 30jähr. Kriege wurde er auf eine Zeit laugseines Landes verlustig, kam aber nach der Schlachtbei Nördliugen (1634) wieder in Besitz der OberenMarkgrafschaft u. auch von B.-Durlach, das erjedoch nach dem Westfälischen Frieden wiederheransgeben mußte. Er suchte durch weise Maß-regeln die Wunden, die der 30jähr. Krieg demLande geschlagen, wieder zu heilen, jedoch kaumerholt, hatte er in dem 2. Kriege Ludwigs XIV.gegen Deutschland (1672 — 78) wieder viel zuleiden. Wilhelm st. noch vor Ende dieses Krieges1677. Ihm folgte sein Enkel Ludwig Wilhelm,der als kaiserlicher Feldmarschalllieutenant undFeldzeugmeister glücklich gegen die Türken focht,aber (seit 1693) als Befehlshaber der Reichs-armee am Oberrhein gegen die Franzosen, diedas Land abermals verwüsteten, nichts ansrichtenkonnte. Ebenso erging es ihm im SpanischenErbfolgekriege, der sein Land aufs Neue in Unglückbrachte. Ludwig st. 1707, u. ihm folgte sein SohnLudwig Georg, unter dem durch den RastatterFrieden die niederländischen Besitzungen als franzö-sche Lehen wieder an B. kamen, das Land aberwiederholt von den Franzosen heimgesucht wurde,vor denen er im Polnischen Thronfolgekriege 1738sogar nach Böhmen flüchten mußte, wo er biszum Friedensschlüsse blieb. Er st. 1761, u. es folgtesein jüngerer Bruder August Georg, ein fürdas Wohl des Landes sehr besorgter Regent, deraber 1771 kinderlos starb, wodurch (das kath.)B.-B. an (das Protest.) B.-Durlach fiel.

2 ) Baden-Durlach, 1527—1771. DerMark-gras Ernst, der dritte Sohn Christophs I. undStifter dieser Linie, that viel für die öffentlicheOrdnung u. für Schulen u. legte den auch ausB. sich erstreckenden Bauernaufstand durch mildesVerfahren bei. Der evangelischen Confession zu-gethan, beförderte er im Stillen deren Ausbreit-ung, nahm aber an dem Schmaltäldischen Bundekeinen Antheil. Er st. 1553. Ihm folgte seinSohn Karl (II.), der den Protestantismus inseinem Lande einsührte u. die Klöster eiuzog. Ervertauschte 1568 seine Residenz Pforzheim mitDurlach u. nahm den Namen B.-Durlach an.Aus Haß gegen die Calvinisten betheiligte ersich am Kampse gegen die Hugenotten. Er st.