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Baden (Geschichte).
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Z-wmliwgen u. s. w. Sonstige gemeinnützige An-fällen Anfangs 1872: 131 Spitäler, 98 Sparkassen/,2 Mill. fl- Guthaben), 70 Vorschußvereine<s/Mill. fl- Umsatz). Haupt u. Residenzstadt istHiirlsriihe. Orden: Orden der Treue, Ordendes Zähringer Löwen und Karl Friedrichs Mi-litärverdienstorden (s. d. a.); militärische Verdienst-medaille, goldene u. silberne, an gelbem u. rothemBande, u. Felddienstmedaille für Alle, welche ind« Linie oder Landwehr die Feldzüge mitgemachthaben; sie ist von Bronze, an einem gelb u. rothenBande, welches nicht ohne die Medaille getragenmeiden darf, und die Dienstauszeichnnngen, 1831gestiftet, aus einem goldenen Kreuze an gleichemBande bestehend, für Offiziere, welche 25 Jahredienten. Wappen: ein in 30 Felder, welche dieWappen der Landestheile enthalten, gctheiltes, voneinem Löwen u. einem Greif gehaltenes Wappen-schild; Mittel- und Hauptschild: rechts oben einschrägrechler goldener Balken in purpurnem Felde,wegen Baden, links unten ein goldener, streitfertign. links sehender Löwe mit ausgeschlagener Zunge,fiir das Haus Zähringen. Die Landesfarbenfind Purpurroth u. Gold (Gelb). Das Militär-wesen ist infolge der Militär-Conventionen vom2S.No». 1870 u. 1. Juli 1871 vollständig vonPreußen übernommen. Die badischen Truppen(ö Jnsant.-Reg. Nr. 109—114, 3 Dragoner-Reg.,2 Artillerie-Neg.) bilden den Hauptbestandtheil des11. deutschen Armeecorps, zu dem behufs Com-pletirung einige preußische Regimenter abcomman-dirl sind. Münzen, Maße und Gewichte sind dieallgemeinen deutschen. Vgl. Statistische Mittheil-nngen über das Großh. B. 1.1869—74, Karlsr.;E. I. I. Pfister, Geschieht!. Entwickelung desStaatsrechtes von B., Heidelb. 1836, 3 Bde., u.Äeschichtl. Darstell, der Staatsverf. von B., ebd.t82S, 1. Bd.; Kintzinger, Die Gesetzgebung B-s,Karlsr. 1827—29, 3 Bde.; Die oberhofgerichtl.Jahrb.vonHohnhorst, später von Trefurt, Mannh.IM-54, 1 . Fortsetzung 1867, zusammen 22«de.; Archiv für badische Rechtspflege, Freib.
> MS—35, 4 Bde.; Annalen der badischen Ge-nchte, Karlsr. 1833 fs.; Bader, Badenia oder dasbadische Land und Volk, Karlsr. 1839—41, 3 Bde.;Hmmsch, Das Grotzh. B., Heidelb. 1857; Beck,Das bad. Land oder bad. Heimathskunde, Karlsr.MS; Hos- und Staatshandbuch des Großherzog-huins B., Karlsr., letzte Ausgabe 1873. Aus-Mliche Nachweise über die Literatur bietet A.vmgner, Literatur über das Moßh. B. von ca.«Sü- 1854 , Karlsr. 1854.
U. Geschichte. A. Älteste Zeit. DasAheB. war in älteren Zeiten von Kelten, seitZügen der Kimbern u. Teutonen aber von^Manischen Völkern, besonders von den Sneven,«Mohni, welche viele Einfälle nach Gallien unter-aymen, aber unter Ariovist von Cäsar geschlagennrden und sich nach Ober-Germanien zurück-s M. Das verödete Land wurde von gallischen' germanischen Völkern wieder besiedelt n. untergM römischer Besitz, unter dem Namen dergn oeoumatss (Zehutäcker), welche die Vormauer^geu die drohenden Germanen bildeten,aber die Macht des Römischen Reiches abnahm,"«»"gen un Ansauge des 4. Jahrh. die Aleman-
nen im Lande ein, welche die Römer aus den vondenselben gegründeten Colonien vertrieben u. derenHerrschaft am Oberrhein ein Ende machten. GegenEnde des 5. Jahrh. in einen Krieg mir denFranken verwickelt, mußten die nördlichen Ale-mannen sich nach der Schlacht bei Zülpich i. I.496 dem König Chlodwig unterwerfen u. nah-men die christliche Religion an. Zu unbekannterspäterer Zeit wurden auch die südlichen Aleman-nen im jetzigen B. den Franken unterworfen, be-hielten aber eigene erbliche Herzöge an ihrerSpitze. Das Christenthum wurde unter ihnendurch meist irische Glaubensboten im 6.u. 7.Jahrh.verbreitet. Verschiedene Versuche, sich der fränki-chen Herrschaft zu entziehen, so namentlich dervon Herzog Gottfried unternommene, schlugenfehl, bis Pipin d. Kl. i. I. 748, um die Ober-hoheit leichter behaupten zu können, das Herzog-thum Alemannien auflöste. Als NachkommenGottfrieds wurden die Landgrafen in der Baargenannt; von diesen wieder sollten die Grafen imBreisgau u. unter ihnen der Stammvater desgegenwärtigen Regentenhauses in B., der HerzogBerthold, abstammen, welche genealogische Ver«bindung aber wenig Wahrscheinlichkeit für sich hat,Letzterer erbaute das Schloß Zähringen im Breis-gau, u. mit ihm beginnt in ununterbrochener Folgedie Reihe der Grafen u. Herzoge von Zähringen.
8. Unter den Zähringern bis aus dieTHeilung (1070 bis 1190). Als erster Mark-graf in B. wird Hermann I., 3. Sohn desGrafen Berthold I. v. Zähringen, genannt, dochist es ungewiß, welchen Theil er an den Zäh-ringischen Besitzungen hatte; er ging 1073 in dasKloster Clugny u. st. hier 1074 noch vor seinemVater. Sein Sohn Hermann II. kam 1077nach dem Tode seines Großvaters Berthold inden Besitz der Grafschaft Hochberg u. einiger an-deren Landstriche u. nannte sich Markgraf vonB. u. Hochberg. Ein treuer Anhänger der Kai-ser Heinrich IV. u. Heinrich V. leistete er diesenin ihren Kriegen Beistand n. st. 1130. Her-mann III. der Große, sein einziger Sohn, be-kannt durch treue Anhänglichkeit an das Haus derHohenstaufen u. durch Tapferkeit,begleitete 1140denKaiserKvnradlll.anfseinemZugegegenWeinsberg,ging mit ihm 1147 nach Palästina u. 1154 u. 1158mit Kaiser Friedrich I. nach Italien. Dieser be-lehnte ihn mit der Markgrafschaft Verona, welcheschon sein Vater eine Zeit lang besessen hatte;Hermann III. st. 1160. Sein einziger Sohu,Hermann IV., schloß 1164 mit Berthold IV.v. Zähringen n. dem Herzog Welf v. Bayer»ein Bündniß gegen den Pfalzgrafen Hugo v. Tü-bingen, u. es entstand ein verheerender Krieg,der aber durch Vermittelung des Kaisers Fried-rich I. 1166 auf dem Reichstage zu Ulm beendigtwurde. Der Markgraf begleitete hierauf 1190den Kaiser auf seinem Kreuzzuge, zeichnete sichhier bes. gegen den Sultan von Jkonion aus, ft.aber in demselben Jahre in Kilikien. Von seinen3 Söhnen sä Friedrich auf einem Kreuzzuge 1216 imGelobten Laude: die Leiden anderen, Hermann u.Heinrich, theilteü die väterlichen Lande u. wurdendie Gründer der beiden Linien Baden u. Hochberg.
0. Nach der ersten Theilung (1190 bis
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