Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
653
Einzelbild herunterladen
 

Hs. 2, 89« DER TYCHNER SAGT EIN GUETE LERE.

10

15

20

Hs. 2, 89 ä

25

8. ? dir

Mit kleyner hab ein man mich fraegt,

In welher weise mir wol beliagt,

Der wölt ym ein frauwen nemen.

Ich sprach: laß dir gezemen,

Dye new er züchtig sie bekant.

Ist sie nicht die schoenst ym lant,

Daz laß dir nicht wesen vnmere.

Da sprach der synnen lere,

Er wölt han die schcensten frauwen,

So man sie irgent möcht beschauwen,

Solt sie ein pfennyng wert guetz nit han.Da sprach ich zue dem tummen mann:

So bystue ewigkleich er slagen.

Schoen frauwen wollen tragenGuet gewant mit reichen zierenYnd an allen steten hofyeren.

Wo ein höfflin ist ge seit,

Da wirt heymlich E gefreyt,

Welch die schcensten frauwen wesen,

Die stillen bey dem hoff genesen.

Dar umb wirdestue gegrüeßtYnd vnderweilen gen muest

Vnd sie da hyn bringen tuestVnd dein huebe verkeüffen muestVmb guet gewant, vmb berlin weiß,

Daz sie da hin küme mit fleiß.

Wiltue dich dez wieder haben,

So verleüsestue Rytter vnd knaben

wesen.