Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
641
Einzelbild herunterladen
 

641

Sie sprach: nün wart Ich noch nye so fro,Als das Ich dich han bekertVnd mynen louben gelert.

Doch gewuscht dues nymmer hin,

5 Syd Ich doch din meister bin.

Vff dich han Ich noch nit werzygen.

Ich wil dich also kestigenVnd sliessen In myn gefenckniß.

Ich sag dir das gewyß.io Du wrd von mir gehalten also,

Das dir verget din muot hoHs. 60, lloi> Zu sagen din genossen,

Das sie das glouben vberal,

Das wibes truw sie ein sal,

15 Des mannes truw trucket,

Das se sich nider schmücket.

Mit der Reddet sie jm griff.

Du mtist mir fall in myn schiff,

Sprach sie gar vnfermessen.

20 Hie ist lang genüg gesessen.

Vil j endlich sie jn danß.

Er zeit hin noch als ein ganß.

Sy sprach: du hast gestritten fast.

Was du dar an gewunen hast,

25 Das strich eins mals an ein stein,

So kumest du wider heim.

Der gut Ritter sprach getrot:

Frauwe, an uwer gnadeGab ich mich on pinlich leben.

30 Woltent Ir mich nun an martel gehen,

Do von wirdent Ir entert.

Du hast klaffen gelert,

Sprach sy. swig, du dumer gauch!

Miner genaden müstu geleben auch.

35 Irn weg sie gein dem schiffe fing.

Vil snelich er do hin gieng.

Hs. 60, lll In das schiff sy do sprang14. ? schal. 21. ? jsemerlich.

ERZÄHLUNGEN. 41