589
Er füert jn seiner hendeEyn sper, waz michel lanck,
Vnd waz eytel vögelin gesang.
Nue ist der Mey bereit5 Mit aller seiner zyerheit.
Er heit ieczunt uff dem plan.
Nyemant getar jn wol bestan.
Loht aber ich den meyen baß,
So wirt mir der herbst gehaß.
10 Da von wil ichs laßen sein.
Ich trinck gern gueten wein.
Da der herbst daz vernam,
Er sprach: wo seint alle mein man,
Dye ich dick mache froe?
15 Eyn alter luderer sprach alda:
Herre, ich byn hie euwer knechtHs. 2, 49 Vnd zue allen dingen gerecht.
Der herbst sprach: lieber dyener,
Laß nicht dorch deiner hande swer!
20 Du lattff vnd sage dem Meyen,
Ich wil die vögel schreyen,
Mit reht wil ich jn bestanVnd wil zue ym uff den plan.
Der luederer aß ym genueg25 Vnd tet eynen tauben zuck
Guetes weins ein volle maßVnd huebe sich uff die StraßenDa hyne, da er den meyen vant.
Eyn braten trueck er jn der hant.
30 Er sprach: euch hat wieder seyt
Mein herre der herbst vnd verzagtVnd alles sein gesynde.
Fliehet ir nicht geswynde,
Ir verliesent emvcr ere.
35 Hyn wieder gahet ym sere
Zue eyner heißen gluet.
21. ? Die wile. 22. Text ernste; darüber steht von alter hand reht.25. ? tougen. 30. ? widersaget. 31. ? unverzaget.