Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
528
Einzelbild herunterladen
 

Hs. 2,58 DAS ESELSPIEL.

Eyn Esel mercken bewan,

Wan er so groß liebe gewann,

Mit seinem spyel eyn hyndelin,

5 Daz waz hübsche vnd feyn.

Hs. 2 , 58 b Dan wan sein herre jn gieng,

Der hunt jn schöne enpfiengVnd begunde den herren griießenMit seinen vordem füessen.

10 Er wolt ez han getretten.

Dez wart der herre derbeten,

Daz er daz hvndelein streichtVnd ym vil dick reychtDer besten speyse, so ers.

15 Dez spyls der esel nit vergaß,

Wan er sere gedacht jn seinem muetMein herre hat große guetVon meiner großen arbeyt.

Sein hant mir selten wirt bereyt20 Mit keyner gueten speyse.

Der hvnt mit leichter weiseVerdienet lob vnd senfftes leben.Mein arbeit wil ich begebenVnd wil mich laßen an daz spyl,

25 Daz ich auch habe lobes vil

Vnd senfftes lebens genueg.

Wye wil ich sein so klueg!

Ich han wol jn meynem synne,

Wye ich des spyls begynne,

2 .