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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Der rab wart dez lobes froe,

Vnd da er syngen wolt also,

Da det er uff seinen giel.

Der kese ym da er auz enphiel5 Hcrnyecter auff daz grüene graß.

Dem fiichs er wilkumen waz.

Der rabe sang das klageliet:

Kra, kra. der tetiffel yms ryet.

Daz ich han gesvngen,

10 Daz ist mir misselungen.

Da der fuchs den kese hett vernagen,Er sprach: merck, ich wil dir sagen.Vnd seit ich dirs sagen mueß,

Du vogel swarczer, dan ein rueß,

15 Vnd swerczer, dan ein kole,

Mir tet mein liegen also wol,

Daz du nicht besehe dich.

Da von dein kese speist mich.

Phy dich, du swarczer kesediep!

20 Mein liegen tet dir also liep.

Da von ich dein kese benage,

Dez ich dir nvmmer danck sage.

Hs. 2, 58 Wer daz eben mercken wil,

So vyndet man diser füchs vil,-25 Dye dar auff stellen zue hant,

Wye sie den leüten auß der hantSchelklich an gewynnen ir guet;Davon sye tragen hohen muet,

Daz wirt jn hynden nach leyt,

30 So leib vnd sele von ein ander scheit.

Wer dan wol hat getan,

Der wirt mit gote jn freuden bestan.Wer übel hat getan,

Der gewynt eyn swarczen kolnman,

35 Swerczer, wan der Rab waz,

Der da auff dem bäum saßVnd von dem fuchs wart betrogen.Also geschiehet auch den verlogen,