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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
520
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Hs. 2,72 ä VON DEM JUNGEN LEWEN.

Ejn junger lewe waz gar starck.

Welch tyer ym kwam uff der vart,

Daz muest ym schyere entweichen,

5 Wann, ließ ez sich begreiffen,

Ez möcht nicht über werden,

Ez muest von ym sterben.

Eyns tages begond er iehenZue seinem vater: hastue icht gesehen10 Keyn tyer, daz beßer sey, dan wir?

Ich bit dich dez, daz du daz sagest mir.Der lewe zue dem jungen sprach:

Keyn tyer ich nye gesach,

Ez müest vns wesen vndertan,

15 Dan ein tyer, daz heist ein man.

Er sprach: laz mich sehen daz tyer!

Der vater sprach: daz tuen ich schier.Mit ein ander sie gesaßenDa nahen bei einer straeßen.

20 Da kwam gegangen ein knab her.

Der junge sprach: wer ist der?

Der alt sprach: ich tuen dirs bekant.Dar auß wirt ein man zue hant.

Dar nach kwam einer, der waz grae.

25 Der jung sprach: wer kümt da?

Der alt sprach: dez bescheide ich dich.Eins waz er einem man geleich.

Dar nach kwam ein man gegangen,

Hs. 2 ,73 Der truege ein spieß Stangen7, ? verwerden,