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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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478
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Cgm. 713,242b EIN SPRUCH VON DREYEN MEYDEN,DIE WUSCHEN OB EYNEM PACII.

Wölt ir hören, so will ich sagen.

Heiir in disen somer tagen5 Ein obenteür mir gescha.

Es wuschen ob einem pachDer allerschönsten meyd drey.

Do stund ein holtz nahend bey,

Das gab so wuniglichen schaden,io Do selbst sie pegonden ein rwe zu haben.

Domit ich in so nahende kom,

Das ich alle ir rede vernam.

Sie warn frech vnd frey

Vnd trieben kurtzweil mancherley.

15 Do sprach die ein vnter in:

Leg wir dise kortzweil hinYnd dar zu vnser arbeitVnd clag eine der ander yr leyt,

Vnsern jamer vnd auch vngemach20 Vnd alles das, daz uns ye gescha!

Die andern sprachen: das sol seyn.

Ich sprich es auff die trewe meyn,

Das yr keine was, die rede wider.

Sy setzten sich alle drey nieder.

25 Die erst sprach: es ist umb mich also getan,

Das ich mein meytum verlorn han.

Die ander sprach: liebe, wo?

Geschae es auff hew oder auff stro?

5. ? geschach. 20. ? geschach. 28. Vgl. Wittenweilers Ring 14c: Aufdem banch [so ist statt bauch zu lesen] und in dem stro.