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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Dye fraüwe sprach gar kündeclich:

Herre, macht ez nit zue nötlich!

Zvvor ich wil euch sehenden, \va ich kan,Wan ir seit ein vaiger man.

5 Eyn kleynöt habt ir an euwerm leib,

Daz lait mir vnd manigem weib.

Ich wil ez euch üff mein eyd sagen,

Vnd wolt ii's keyn weil tragen,

Ir wert allen fraüwen vnwert,io Daz euch nyemant zue freünde gert.

Nue wart, ob ez schände sei!

Hs. 2,30 d Welchti fraüwe euch wönet bei

Vnd leit an eüwers herczen prust,

So wölt ir euwern gelüst15 Zue hant an ir da wenden

Vnd wölt euch selber sehenden.

Dez dünckt ir euch gemeyt.

Phy euch euwer bößhait,

Daz ir den so liep habt

20 Da ir schänden vnd laster von trägt!

Ja solt ir jn versteynenDen zwischen euwern beynen,

So miisten euch alle fraüwen lobenVnd nach euch wüten vnd thoben25 Vnd gewiinne wirde vnd ere.

Kan ich daz, zwor ich kan auch mere,Wan ez gilt nit euwer leben.

Ich wölt euch ein salben geben.

Zue hant, alz ir euch getailt,

30 Daz ir an dem ersten gehailt,

So würde alle euwer freüde neüwe.Frauwe, nempt hin mein treüwe!

Ich wil ez tuen alles gern,

Daz mir die fraüwen holt wern.

35 Ich mueß der fraüwen hülde haben,

Solt mich darvmb begraben.

Allem seinem guten leben

36. ? Solt man.