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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Dy fraw sprach: Ich fyrcht, du liegstVnd mich petryegst.

Sy pot Ir den zagel pey der hant her,

Sy sprach paldt: fraw, wye geveldt euch der?5 Gib Inn pald her mir!

Was du wildt, das gyb Ich dir.

Dy fraw gengen all zu rattAn den selben abent spatt,

Wie sy den zagel detten,

10 Das sy In ewiklichen hetten.

Sy gaben In ein gutten wein,

Das er solt dester frollicher sein,

Vnd w r en es jn wer eben,

Das er einer ein stych mocht geben15 Vnd das er Inn nit wider entrine

Hs. 42,262 Wyr wollen In stopfte

Dye äugen aüß dem kopffe,

So wais er nit, wo er hin kern sol.

20 Der rat gevyel In allen woll.

Also stachen sye aüß dem zagel dy äugen,

Das er nymantt macht an schauen,

Vnd sy henckten des zagels äugen an der fraen leyb.Sy tregt vor an Ir des zagels äugen.

25 Wer mir der redt nit wöl gelauben,

Der nem des selben war.

Vnd wen ein man mit der hent greift darVnd wen ein fraw gegen Im susiclich lacht,

Wie paldt der zagel In der prüch erwacht30 Vnd strecht alle seine glider

Vnd maint, man woll Im geben seine äugen wider;So mag es laider nit gesein.

Hetten wyr guetten wein,

Den wolten wyr mit den frawen aüß trincken,

35 Dar nach mit ein ander zuhauffen sincken.

Also hat das goldt ein enndtIch einer itlichen frawen sendt8. ? dem. 16. Fehlt eine zeile? 17. ? im.