Hs. 42, 258» AINS MALS DA WAREN IN KRIEG AINGOLD VND AIN ZAGEL, WELCHESDY LIEB DER FRAUEN ERKRIEGENBOLDT ETC.
5 Ich wolt vnter ain linden sein gangen,
Da warn zbay vor mir dar komen,
Dy wuren gehetier.
Ich merck auff ain abenteiir,
Es was der zagel vnd das goldt;io Dy frauen sind In peden holdt.
Da sprach der zagel zw dem goldt:
Hs. 42,259 Was Ich gar gernn wissen wold,
Dein aller höchste wirdichaitt.
Das gold sprach: das sey dir gesaitt!
15 Zw stündt sprach das goldt:
Alle dise weit ist mir holdt,
Man hat mich holt mit synne,
Darzw tregt mich dy kayserynneAn dem gbant vorn.
20 Dy redt tliet dem zagel zarn.
Ist das dy wirdichait dein,
Das man dich schieist In ain SchreinYnd du clebst vorn an dem gbandt?
Das ist vor got ain grosse schandt.
25 Ynd so man dich herab muß prechen,
So kan Ich denoch In dy koczen stechenVnd Ich gib gut hirt stich;
Darumb lobt dy fraw mich für dich.
1. Das stück steht auch in einer Wiener hs. s. Hoffmanns Wiener hss.Vgl, hs. 2, 194'.