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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Der was zu wünsch wol gestalt.

Zu hant der sein her für snalt,

Den er zwischen bein het gebogen.

Der wart vast her für brogen.

5 Deß erscheint er sich vil sere,

Die meyt michels mere.

Die jungfraw nit enlie,

Yor zorn sie aus dem bad gie.

Die muter fragt sie der mer,

10 Wie er ir gevallen wer.

So man die warheit sprechen sol,

Er gevil mir allenthalben wol,

Daß ich es alles vertrueg,

Wenn an einer stet ist er so vngefug,

15 Das ist auch aus der maßen,

Man sol mich sein erlaßen.

Die muter begond lachen.

Hs. 2,132 Jch 1er dich jn kleiner machen.

Do ich dein vatter nam,

20 Do was jm recht alsam.

Do lech mir die muter meynEin vil cleins scherlein,

Do mit ich in beschneyd.

Das ist mir ymmer leyt.

25 Man gab jm noch gewonheit

Zu kon die vil schone meyt.

Er furt sie mit jm heim.

Vil liep wart jm die rein.

Do sie do gesaßen,

30 Truncken vnde gaßen,

Der breutgam nit entlie,

Mit der breut er slaffen gieAn ein schönes bette guet.

Gar freudenreich wart sein muet.

35 Die jungfraw lag in sorgen:

Sol ich jn heint beschneiden oder morgen?Jch wil beyten biß frue,

Daß ich gesehen müg dar zue.