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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2, 131°

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IIs. 2, 131 d. 15

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VON DEM PRELLER.

Es het eyn weyp ynd ein manEin dochter wol gethan.

Der wolten sie keinen man geben,Er ließ sieb dann vor ebenNacket jn eim bad sehen,

Daß man jn mocht iehen,

Daß iclit wandelbereAn seinem leib were.

Also badet mit ir manick man.Dem waß ymmer etwas an,

Dar vmb man ims verseyt.

Also behielten sie die meyt,

Bys sie gewuchs an ir stat.

Man verseytz mangem, der ir bat.Do kam ein knab, der was cluegYnd waß reich vnd edel gnuck.Gevellet euch myn leyp?

Wirt ewr dochter myn weyp,

Jch wil sie ymmer liep han.

Er sprach: es mag wol ergan.

Jr sult euch e mit ir baden.

Daß ist euch on allen schaden.

Do jrn wart also geseit,

Dar nach wart eyn bat bereyt.Der knab des nit enlie,

Mit der meyt er baden gie.

Er sach sie an vnd sie yn.

Offt ließ er die äugen da hin,

Da man die frawen heißet weyp.Do het sie ein schon leyp,