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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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397
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Hs. 2 , 128 d VON EYM WILLIGEN KNECHT.

Es was eyn williger knecht,

Der was zu dinst also recht,

Das er alles das wol künde,

5 Das ymat begonde.

Eins tages kam er gegangen.

Do wart er wol enpfangen,

Da ein ritter obtisch saßMit seiner tochter vnd.io Ein jungfraw was sie wol gezogen,

Keiner zucht nit betrogen,Volkummen in aller weyß.

Des het sie lob vnd breyß,

Ein kint von zwelff jarn.

15 Sie kond wol gebarn.

Der ritter frogt den knecht rner,Waß sein gewerb wer.

Her, ich wolt mich bestaten,

Wyßt ir jndert myn gaten20 Vber alle dise reich.

Ich sag euch werleich,

Der als vil kiinne als ich,

Des wil ich verpflichten mich.

Ich kan wol vögeln vnd fischen25 Zu taffelln vnd zu dischen.

Ich kan din, wie man Sol,

Vnd kan zessen mangen wol.

Ein acker kan ich bawen,

Ein hier wol gebrewen.

30 Ich kan wappen einen man.

Ein pfert ich wol beslahen kan.